Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der üblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

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Dies und das – Wissenswertes, Bemerkenswertes, Kurioses
Wir werden diese Rubrik bei Vorliegen „neuer Erkenntnisse“ von Zeit zu Zeit ergänzen!

- Einkaufen/Tanken
– Campfires
– Fahrzeug
– Friseur
– Gasversorgung
– GPS
– Internet
– Kartenmaterial
– Landschaft
– Literatur
– Straßen
– Telefonieren
– Übernachten/Stellplätze
– Waschen (Laundromats/Laundries)
- Wettervorhersage




Einkaufen/Tanken

Einkaufen ist deutlich weniger stressig als bei uns. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit.
Man muss in der Regel nicht lange suchen, um UnterstĂĽtzung zu bekommen, sondern wird, wenn man auch nur
den Eindruck erweckt, etwas nicht zu finden, sofort angesprochen. An der Kasse gibt es immer Zeit fĂĽr
einige freundliche Sätze. Meist muss man nicht selbst einpacken, sondern dies wird vom Personal erledigt.
Bei einem vollen Einkaufswagen gibt es häufig die Rückfrage, ob man Begleitung zum Auto wünscht.

Speziell Langzeitreisende sollten sich die Kundenkarten der größten Ketten besorgen. Das ist auch für
Nicht-Amerikaner problemlos möglich. Viele Artikel sind als Angebot für Kundenkartenbesitzer deutlich preiswerter.
Dies spart etliche Dollar. AuĂźerdem spart man teilweise mit den Kundenkarten beim Tanken an der entsprechenden
Tankstelle.

Apropos Tanken: In Kanada zu empfehlen sind die Tankstellen des „Real Canadian Superstore“.
Hier tankt man zuerst und erhält dann beispielsweise 5 ct/l als Gutschein zum Einlösen beim Einkauf.

In den USA funktioniert es umgekehrt. Bei Smiths beispielsweise kauft man erst ein, erhält dann je nach Höhe
des Einkaufs Rabatt beim Tanken. So haben wir beispielsweise nach einem Einkauf von $ 90 15 ct/Gallone Rabatt
bekommen – bei unserer Tankkapazität durchaus nicht zu verachten!

Während Tanken nirgends ein Problem ist(wenn man von großen Preisunterschieden absieht), kann es auf dem Lande
passieren, dass man in wenig gut sortierten Miniläden einkaufen und damit erhebliche Abstriche machen muss.
So gibt es beispielsweise in Utah zwischen Moab und St. George quasi keine gute Versorgungsmöglichkeit.
Ein wenig Planung und Vorratshaltung ist also angesagt.

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Campfires

Zum American Way of Life gehört das Campfire. Kaum an einem Übernachtungsplatz angekommen, wird es angeschmissen,
ungeachtet von Vegetation, teilweise auch möglichen Verboten. Meistens ist es allerdings sogar legal, selbst mitten
im Wald (jeder Förster bei uns würde graue Haare kriegen!).

Was allerdings nicht ĂĽberall erlaubt ist, ist das Sammeln von Holz (No wood gathering). Deshalb heiĂźt es hier rechtzeitig
vorsorgen. Die Amerikaner tun das sehr oft fĂĽr teures Geld im Supermarkt. Rechtzeitig vorsorgen bedeutet deutliche
Dollarersparnis, denn wenn man offenen Auges durch die Landschaft fährt, ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten,
rechtzeitig Holz zu sammeln, vorausgesetzt, man kann es auch irgendwo unterbringen.

Eine Besonderheit gibt es in Kalifornien. Auf Campgrounds ist es kein Problem, ein Feuer anzuwerfen. Aber auĂźerhalb der
Campgrounds benötigt man in diesem Staat für National Forests und BLM-Land ein „Campfire Permit“. Dieses erhält man
kostenlos nach einer Belehrung z.B. in einem National Forest BĂĽro. Im Besitz eines solchen Dokuments ist man dann
„authorized to build a campfire“ – wo immer man will, sofern es nicht ausdrücklich verboten ist. Beruhigend (?!?)

Damit kein falscher Eindruck entsteht – auch wir lieben unser abendliches Lagerfeuer. Allerdings beachten wir bestehende
Verbote und verzichten bei ungünstiger Wetterlage (z.B. Wind) grundsätzlich auf dieses Vergnügen.

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Das Fahrzeug

Amerika ist das Land der Autos und der Campmobile. Also ist es nicht verwunderlich, dass ein Fahrzeug wie unser
GroĂźer Wagen ĂĽberall Aufsehen und Bewunderung erregt. Inzwischen glauben wir fast, eins der meistfotografierten
Fahrzeug in den USA und Kanada zu besitzen. Auch gibt es kaum eine Gelegenheit, bei der man nicht auf das Fahrzeug
angesprochen wird. Erstaunlich ist, dass sich anders als bei uns auch viele Frauen, egal ob jung oder alt, fĂĽr
das Fahrzeug interessieren und das Gespräch mit uns suchen.

Die meist gehörten Äußerungen: “What a rig! / I’ve never seen anything like this before! /
I saw something like that on TV, but didn’t believe that it really exists.”

Die meist gestellte Frage ist die nach der „mileage“ (=Verbrauch). Und wenn sie die Antwort hören, kommt:
„That’s not too bad. / That’s pretty good.“ Denn in der Tat verbrauchen wir nicht mehr als (die wesentlich kleineren)
amerikanischen Spritfresser-Pickups und deutlich weniger als „the average American motorhome“.

Zum Sprit noch eine Anmerkung: Der amerikanische Diesel ist sogenannter „low-sulphur-diesel“.
Der Schwefelgehalt ist also extrem gering. Bislang hatten wir mit dem Diesel noch keine Probleme
(z.B. Schmierung der Einspritzpumpe usw.). Die überall erhältlichen Dieselzusätze erscheinen überflüssig.
Wir haben es ausprobiert und keinen Unterschied festgestellt. Allerdings haben wir den Eindruck, dass der
amerikanische Diesel nicht denselben „Nährwert“ hat wie der europäische. Denn unser Treibstoffverbrauch
ist etwas höher als in Europa. Oder liegt das vielleicht daran, dass wir bisher lange Zeit in Höhen
ĂĽber 2.000 m unterwegs waren?

Eine weitere Anmerkung der Amerikaner zu unserem Fahrzeug ist: „You can go anywhere / any place with that rig.“
Dies stimmt nicht ganz, denn viele Jeeptracks sind für uns etwas zu schmal und eher für eine „trial“ gedacht,
bei der man sich ganz schnell das Fahrzeug ruinieren kann.

Nichtsdestotrotz macht unser Allrad auch hier in Nordamerika Sinn. Zum einen gibt er die Sicherheit,
auch bei unsicherer Wetterlage einen Stellplatz erreichen bzw. auch wieder verlassen zu können.
Auf vielen Pisten und Schotterstrecken, speziell in extremen Anstiegen oder Gefällen, die es hier gibt,
ist der Allradantrieb wesentlich materialschonender.

Und was wir vorher nicht geglaubt oder gewusst haben ist, dass es in Nordamerika abgesehen von den
wirklich extrem rauen Jeeptracks nahezu unzählige, etwas gemäßigtere 4-wheel-drive-Strecken gibt,
die mindestens ein Fahrzeug mit „high clearance“, oft aber eben auch mit Allrad erfordern („4-wheel-drive only“).

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Friseur

Bei einer Langzeitreise taucht bei einer Kurzhaarfrisur regelmäßig das Problem „Friseur“ auf. Gut wenn man wie
Peter seine Friseuse an Bord hat! Ansonsten muss man zunächst einmal einen Friseur finden, bei dem
„walk ins welcome“ sind, andernfalls müsste man nämlich einen Termin vereinbaren, was nicht ganz so einfach
ist, wenn man unterwegs ist. Dies gelingt – abgesehen von kleineren Orten – auch relativ leicht. So gibt es z.B.
in vielen Walmart Supercentern auch eine Friseurfiliale. Hier liegt am Eingang eine Liste aus, in die man
sich einträgt. Nach der Reihenfolge der Einträge wird dann „abgearbeitet“.

Allerdings ist das Ergebnis – wie in den Waschsalons – in der Regel nicht sehr zufriedenstellend. Nach unseren
Beobachtungen sind viele Amerikanerinnen mehr oder weniger „frisurlos“, soll heißen, sie haben lange Haare in
irgendeiner Form oder ĂĽberhaupt keine Frisur. Gut geschnittene Kurzhaarfrisuren mit Chic haben wir auf unserer
bisherigen Reise (immerhin schon acht Monate) nur äußerst selten gesehen. Und so scheint es für Kurzhaar bei
Damen eine Art Einheitsschnitt zu geben. Frauen, die zur gleichen Zeit wie ich in den Salons waren,
gingen alle mit der gleichen „Frisur“ weg. Aber was soll’s! Haare wachsen ja wieder.
Nach zwei bis drei Wochen mag man sich wieder im Spiegel anschauen.

Beeindruckend ist allerdings der Hygienestandard. So erhält jeder Kunde / jede Kundin einen neuen (gewaschenen)
Frisierumhang. Kämme sind „sanitized“, also auch für jeden Kunden neu – fällt ein Kamm mal auf die Erde, wird
ebenfalls ein neuer genommen. Allerdings ist dies schon etwas Augenwischerei, weil die Bürste, die zum Fönen
genommen wird, nach meiner Beobachtung anscheinend nicht gewechselt wird.

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Gasversorgung

Die Gasversorgung stellt in Nordamerika kein Problem dar. Wir haben uns vor der Abreise zuhause die grĂĽne
Tankgasflasche von Wynen-Gas besorgt und sind damit sehr zufrieden. Die Tankgasflasche wird ohne Adapter
ĂĽberall in Nordamerika befĂĽllt, sei es bei Reisemobilfirmen, an Tankstellen oder speziellen Propan-FĂĽllstellen.
Außerdem hat sie – wie alle Gastanks - einen automatischen Füllstopp bei 80%, was ein Überfüllen verhindert.
www.wynen-gas.de

Zusätzlich haben wir noch eine 11 kg-Alu-Gasflasche an Bord. In Kanada ist es kein Problem,
diese gefĂĽllt zu bekommen, sofern man im Besitz des entsprechenden FĂĽlladapters ist. Auch in den
USA findet man möglicherweise jemanden, der einem die Flasche füllt. Wir hatten bei einem RV-Center
an der OstkĂĽste Erfolg. Beim BefĂĽllen muss man allerdings unbedingt darauf achten, dass die Flasche
nicht überfüllt wird, da die Kanadier und Amerikaner sich mit den europäischen Maßangaben nicht
auskennen (Gewicht/Volumen).

Aber verlassen sollte man sich nicht darauf, die deutsche Flasche gefĂĽllt zu bekommen.
Die Tankgasflasche ist nach unserer Erfahrung die bessere Lösung.

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GPS

Als sehr nützlich hat sich unser Garmin GPS-Gerät erwiesen. Voraussetzung ist allerdings der Erwerb der
notwendigen routingfähigen Garmin Software (z.B. Map Source USA/Kanada). Die Straßen sind bis auf wenige
Ausnahmen im Allgemeinen korrekt wiedergegeben und relativ vollständig. Auch Pisten und Schotterstraßen
sind erfasst, so dass man eigentlich immer weiĂź, wo man sich gerade befindet. Fast genauso wichtig ist
allerdings auch die hier enthaltene Datenbank zu „Points of interest“. Sucht man eine spezielle
Einkaufsmöglichkeit, z.B. weil man für die Kette eine Kundenkarte besitzt (siehe dazu unter Einkaufen),
so ist es mit Hilfe des GPS sehr leicht, dorthin zu navigieren.

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Internet

Ein guter Laptop ausgestattet mit allen gängigen W-LAN-Standards ist nahezu Voraussetzung für alle
mit dem Internet zusammenhängenden Dienste. Die öffentlichen Computer, z.B. in Bibliotheken,
sind meist belagert und teilweise lahme KrĂĽcken (speziell in Alaska auĂźerhalb von Anchorage sowie
in NW-Kanada). Und das Tippen auf amerikanischen Tastaturen ist die reine Freude!

Wifi hingegen findet man in Städten nahezu überall. Teilweise sind es gesicherte Netzwerke,
vielfach jedoch auch ungesicherte und damit öffentlich zugängliche. Gute Adressen hierfür
sind z.B. die häufigen Visitor oder Welcome Center, viele Büchereien (public library), laundries
(wer muss nicht unterwegs mal Wäsche waschen!), manchmal auch Fast Food-Restaurants, vereinzelt
sogar Tankstellen und so weiter und so fort. Die Qualität des Internets variiert dabei aber erheblich.
Außerhalb von Anchorage in Alaska sowie in NW-Kanada ist das Internet häufig lahm ohne Ende und
bricht oft zusammen. Dies hat sich inzwischen im Kernland der US deutlich verbessert. Hier gibt
es regelmäßig zuverlässiges HighSpeed-Internet, so dass z.B. das Hochladen von Bildern oder
Reiseberichten zĂĽgig vonstattengeht.

Sogar das kostenlose Telefonieren ĂĽber Skype klappt hier.

Ein Problem der besonderen Art kann sich beim Email-Verkehr ergeben. Zwar ist fast immer der Empfang
von Emails möglich, das Versenden gestaltet sich hingegen schwieriger. Oftmals ist es nicht möglich,
ĂĽber die Windows eigenen Mailprogramme Windows Mail bzw. Outlook Express Emails zu versenden.
Dies muss wohl am Provider liegen, eine Erklärung hierzu findet sich in der Windows Mail Hilfe (Vista).
Dann geht es nur umständlich über Webmail und benötigt wesentlich mehr Zeitaufwand.

Ergänzung März 2010:

Mittlerweile haben sehr viele McDonalds Filialen kostenloses WIFI, ohne dass man sich einloggen muss.
Burger King hat natĂĽrlich nachgezogen.

Häufig haben wir auf Parkplätzen der Safeway-Supermärkte sowie beim Office-Ausstatter Staples Internetzugang gehabt.

In Texas gibt es zusätzlich zu den Visitor-Centern, die nach unserer Erfahrung in diesem Staat
immer Internet anbieten, auch noch die sogenannten „Safety“-Rastplätze, die den Zugang ermöglichen.

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Kartenmaterial

Der bekannte Rand McNally-Atlas reicht bei weitem nicht aus. Und was selbst viele Langzeitreisende
nicht wissen ist, dass es besseres Kartenmaterial sowohl fĂĽr Kanada als auch fĂĽr die USA gibt.

FĂĽr die USA gibt es z.B. die DeLorme Atlas & Gazetter Serie fĂĽr alle 50 Staaten, eine groĂźe Hilfe
für „backroad and backcountry travel“ (speziell auch für die Suche nach freien Stellplätzen).
www.delorme.com

Oder man entscheidet sich fĂĽr die Benchmark-Maps (Road and Recreation Atlas), die es fĂĽr neun
Staaten im Westen der USA gibt. www.benchmarkmaps.com

Etwas Vergleichbares gibt es fĂĽr den Nordwesten Kanadas (British Columbia, Alberta) sowie Ontario
und Nova Scotia im Osten in Form der „Backroad Mapbooks“. www.backroadmapbooks.com

Nicht zu vergessen die eigentlich unverzichtbare „Milepost“ – „since 1949 the bible of north country
travel“, die jährlich neu und korrigiert aufgelegt wird. Für Alaska, Yukon Territory, British Columbia,
Alberta und die Northwest Territories findet man hier detaillierte Wegbeschreibungen
(„Mile by Mile Highway Logs“). U.a. sind hier auch Hinweise auf freie Stellplätze gegeben,
z.B. in der Form „informal camping“ oder „primitive campsite“. Außerdem hätten wir viele nicht
so bekannte SehenswĂĽrdigkeiten ohne die Milepost nicht gefunden bzw. gar nicht gewusst,
dass es sie gibt. www.themilepost.com

Vielfach sind auch die kostenlos in Welcome- oder Visitor Centern kostenlos erhältlichen State Maps
sowie die recht preiswerten, für viele Staaten erhältlichen „Topographic Recreational Maps“
hilfreich (z.B. Map of Utah $ 3.95).

Eine kleine Hilfe sind auch die für ADAC-Mitglieder kostenlos erhältlichen Karten des AAA bzw. CAA.

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Landschaft

Abgesehen von einigen Bundesstaaten/Provinzen in der Mitte des Kontinents, die sehr stark
landwirtschaftlich geprägt sind, ist die Landschaft fast überall attraktiv und es gibt eigentlich
immer etwas zu sehen.

Neben den Nationalparks und National Monuments gibt es zahlreiche State Parks, die unbedingt einen
Besuch lohnen. Eine (nicht komplette, aber informative) Ăśbersicht bietet: Der National Geographic
Traveler, State Parks – Amerikas „kleine Nationalparks“. www.nationalgeographic.de

Auch auĂźerhalb der Parks gibt es zahlreiche, wenn auch nicht so bekannte (landschaftliche)
SehenswĂĽrdigkeiten, die unbedingt einen Besuch lohnen.

Eine gute, ausführliche Beschreibung von Sehenswürdigkeiten im Westen der USA sowie der dort möglichen
Aktivitäten findet man in der Reihe „Touridee USA“ von Angelika Czepan: www.touridee-usa.de

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Literatur

Standardliteratur zur Vorbereitung sind die guten ReisefĂĽhrer Nordamerika aus dem Reise Know-How
Verlag. Im selben Verlag gibt es fĂĽr den SĂĽdwesten der USA auĂźerdem ein sehr gutes Buch von Heinz
Staffelbach und Magda RĂĽegg zum Bereich Natur & Wandern. www.reisebuch.de oder www.reise-know-how.de

Für Alaska empfehlen sich zusätzlich die folgenden Bücher:

Terra NaturReisefĂĽhrer Alaska von Michael Rudert www.tecklenborg-verlag.de
Der National Geographic Traveler: Alaska www.nationalgeographic.de

Weitere Literaturangaben findet ihr bereits unter dem Punkt „Landschaft“.
Unbedingt empfehlenswert fĂĽr Alaska und NW-Kanada ist die an anderer Stelle
(Kartenmaterial) bereits erwähnte Milepost.

Tier- und PflanzenfĂĽhrer besorgt man sich am besten vor Ort. Die Auswahl ist riesig.
Als kleine deutsche Bücher könnte man sich gegebenenfalls bereits in Deutschland die
folgenden Bände besorgen:

Matthias Breiter: Tier- und PflanzenfĂĽhrer Westkanada Alaska sowie
Martin Baehr: Tier- und PflanzenfĂĽhrer Westliche USA, beide aus dem Kosmos-Verlag www.kosmos.de

Ergänzung Mai 2010:

Verschiedene Rückfragen zu Bestimmungsbüchern haben uns veranlasst, den Eintrag zu ergänzen.

Welche Bestimmungsbücher man aus der riesigen vor Ort vorhandenen Auswahl wählt, hängt vom persönlichen
Geschmack ab. Hier heißt es blättern und entscheiden. Gute Adressen sind in jedem Fall die Visitor
Center in Nationalparks, State Parks, National Monuments usw. Hier findet man immer eine gute Auswahl.
Eins sollte man wissen: BĂĽcher sind deutlich preiswerter als bei uns!

Eine gute „Allroundwahl“ – und deshalb auch für Kurzzeiturlauber geeignet - sind nach unserer Erfahrung
die „Field Guides“ der National Audobon Society. Es handelt sich um sogenannte „regional guides“ mit
einem sehr kompakten Format, die Informationen zu den folgenden Themen (gut bebildert) bieten: Bäume,
Wildblumen, Tierwelt (viele Vögel, Säugetiere, aber auch andere Klassen sind behandelt), Sternenhimmel,
manchmal Fossilien, Wetter. Außerdem gibt es gute Infos zu „Parks and Preserves“ – manches Ziel
hätten wir ohne diese Bücher vielleicht nicht angefahren.

Titel der jeweiligen Bände: National Audubon Society, Field Guide to the …

Es gibt Bände zu folgenden Regionen: California, Florida, Mid-Atlantic States, New England, Pacific
Northwest, Rocky Mountain States, Southeastern States, Southwestern States (interessanterweise
ohne Kalifornien)

Siehe hierzu auch: www.randomhouse.com

Darüber hinaus besitzen wir von früher her noch sogenannte „Nature Guides“ der Audubon Society, die sich
jeweils auf bestimmte Lebensräume beziehen: Western Forests, Wetlands, Deserts. Es gibt sie außerdem
zu Atlantic and Gulf Coasts, Eastern Forests, Grasslands, Pacific Coast. Titel: The Audubon Society
Nature Guides … Diese haben wir auf dieser Reise allerdings nur selten gesehen.

Besonders gut gefallen uns auĂźerdem die folgenden BĂĽcher:

National Geographic Field Guide to the Birds of North America, Fifth Edition, Edited by Jon L. Dunn and
Jonathan Alderfer, 2008, ISBN-13: 978-0-7922-5314-3 mit sehr guten Zeichnungen (www.nationalgeographic.com)

Smithsonian Field Guide to the Birds of North America, First Edition, Ted Floyd, 2008,
ISBN 978-0-06-112040-4, mit tollen Fotos und einer DVD mit 587 MP3 Tonaufnahmen von Vogelstimmen; www.harpercollins.com

Wildflowers of the Pacific Northwest, Mark Turner & Phyllis Gustafson, 2006, ISBN-13: 978-0-88192-745-0;
auch fĂĽr den Laien gut geeignet! www.timberpress.com

Plants of the Western Boreal Forest & Aspen Parkland, ISBN-13: 978-1-55105-058-4, Lone Pine Publishing,
www.lonepinepublishing.com – Entsprechende
Bücher gibt es auch für andere Regionen, aber hier sollte man schon etwas „Ahnung“ von Pflanzenfamilien
haben, denn ohne diese gestaltet sich das Bestimmen der Pflanzen etwas schwierig.

Eine gute Reihe für verschiedene Gebiete sind die Bände der National Wildlife Federation: Field Guide
to Insects and Spiders of North America / Field Guide to the Birds of North America), www.sterlingpublishing.com

Diese Liste ließe sich weiter fortsetzen, aber wie gesagt, persönlicher Geschmack entscheidet,
also blättern, blättern, blättern.Außerdem erhält man in vielen Visitor Centern teilweise
hervorragende kleine Broschüren/Poster zu Pflanzen, Tieren … Immer nachfragen!


Außerdem eine weitere Ergänzung zu „Reiseführern“:

In etwa vergleichbar der Milepost (siehe oben) gibt es fĂĽr Oregon eine kleine kostenlose BroschĂĽre:
Oregon Coast, Official Mile-by-mile guide to Hwy 101. Diese ist nicht ganz so ausfĂĽhrlich wie
die Original-Milepost, aber für den Küstenbereich eine gute Informationsquelle. Erhältlich bei den
Visitor Centern. www.visittheoregoncoast.com

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StraĂźen

Kanadische und amerikanische Straßen sind im Allgemeinen sehr gut ausgebaut und ermöglichen
zĂĽgiges Vorankommen. Die Verkehrsdichte ist gering, die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen
den Fahrzeugen mäßig. D.h. allerdings, dass auch die LKW, die oft Roadtrain-ähnliche Abmessungen
haben, mit derselben Geschwindigkeit unterwegs sind wie die PKW.

Problematisch sind gegebenenfalls die enorm langen Baustellen, die man teilweise nur im Konvoi
einem „pilot car“ folgend passieren kann („Expect delays of 1 hour and more!“). Diese Baustellen
findet man besonders häufig im Norden Kanadas und in Alaska, wo man die kurze Sommerzeit für
BaumaĂźnahmen nutzen muss. Denn speziell hier, wo die StraĂźen ĂĽber Permafrostboden verlaufen,
sind viele Asphaltstrecken gelinde gesagt etwas wellig. Mit enormen Bumps und Dips muss
gerechnet werden, und den Hinweis „rough road“ sollte man hier unbedingt ernstnehmen.
Die schlimmsten Stellen sind häufig durch rote Fähnchen markiert, aber verlassen sollte man sich
nicht darauf.

Auf Permafrostboden fast besser zu befahren sind die nicht asphaltierten StraĂźen, solange
es trocken ist. So befand sich z.B. der Dempster Highway in einem sehr guten Zustand.

Manche StraĂźen verlaufen ĂĽber groĂźe Strecken schnurgerade. Dort, wo es allerdings kurvig wird,
steht dann oft ein Schild „Caution! Narrow, winding road!“, teilweise verbunden mit einer
Längenbegrenzung für das Fahrzeug, z.B. Glacier NP 21 Fuß. Im Nachhinein stellen sich die meisten
dieser Straßen als vollkommen unproblematisch auch für größere Fahrzeuge dar. Manche Alpenstraße
oder Landstraße z.B. in Griechenland stellt einen vor viel größere Probleme. In dieser Hinsicht
sind die Amis übervorsichtig, allerdings inkonsequent. An wirklich gefährlichen Stellen fehlen
teilweise sogar die Leitplanken.

Ergänzung April 2010

In Städten kennen die Amis, wie bis vor kurzem die Deutschen übrigens auch, keine Kreisverkehre.
DafĂĽr gibt es ausufernde Ampelanlagen, an denen man sehr lange steht, da aus SicherheitsgrĂĽnden
getrennt geschaltet wird. Darüber hinaus scheint der Begriff „Grüne Welle“ im Land der unbegrenzten
Möglichkeiten vollkommen unbekannt zu sein. Dies hat zur Folge, dass kaum, dass man angefahren ist,
man an der nächsten Ampel schon wieder voll in die Bremse gehen muss (um dann wieder zu stehen, zu
stehen, zu stehen). Wir haben es mit allen möglichen unterschiedlichen Geschwindigkeiten versucht,
man steht immer! Wie viele Millionen und Abermillionen Liter Benzin hierdurch völlig unnötig
vergeudet werden, können wir nur erahnen. Aber im Spritsparen sind die Amis sowieso keine Weltmeister.

Ein GroĂźteil der Amischlitten ist vollkommen ĂĽbermotorisiert. Viele PS und groĂźer Hubraum bedeuten
natürlich auch großen Spritverbrauch. Das Stop and go Fahren stört die Amis offensichtlich nicht im
Geringsten, denn bei den Automatikfahrzeugen ist das alles ganz „easy“. Bremsen – Gas geben,
Bremsen – Gas geben usw. Schalten entfällt.

Speziell im Außenbereich der Städte sowie auf dem Lande in der Nähe von Städten gibt es zahlreiche
sogenannte „4-way-stops“, d.h. jedes Fahrzeug muss anhalten, wer zuerst kommt fährt zuerst. Auch dies
fĂĽhrt dazu, dass natĂĽrlich die Geschwindigkeit drastisch reduziert wird (das ist ja wohl auch
erwünscht), andererseits man aber ständig bremsen und beschleunigen muss und somit der Spritverbrauch
(und der Geräuschpegel) deutlich in die Höhe geht. Wenn es irgend möglich ist, versuchen wir solche
Straßen zu vermeiden. Auch wenn es ein Umweg ist, ist es meistens besser, über die nächste
Interstate das Ziel anzusteuern (schneller und material- und nervenschonender!).

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Telefonieren

Wir haben uns zwei Quadband-Handys gekauft. In dem einen nutzen wir die T-Mobile-Karte, fĂĽr das
andere haben wir uns bereits in Deutschland eine amerikanische Sim-Karte besorgt. Cellion schickt
diese Karte mit amerikanischer Nummer rechtzeitig vor Reiseantritt an die Heimatadresse. Diese muss
dann am Flughafen in Amerika nur noch aktiviert werden. Zusätzlich erhält man eine sogenannte
Universal-Card, mit der man auch von öffentlichen Telefonen über eine Einwahlnummer
telefonieren kann. www.cellion.de

Die Karte basiert auf dem AT&T-Netz, einem der groĂźen Mobilfunkanbieter in den USA. Das
Cellion-Heimnetz deckt mit My Network, Cingular und AT&T etwa 90% der amerikanischen Haushalte ab.
Somit ist eine relativ gute Netzanbindung gewährleistet. Allerdings beschränkt sich diese nach wie
vor auf Ballungsgebiete, viele Städte sowie entlang der Interstates und großen Verbindungsstraßen.
In Alaska war die Netzversorgung eher mäßig. Für Kanada oder Mexiko gilt, dass das Telefonieren im Netz
eines nicht-amerikanischen Mobilfunkanbieters aufgrund der hohen GebĂĽhren mit dieser Karte nicht zu
empfehlen ist.

Deutlich schlechter (und abgesehen von SMS auch deutlich teurer) sieht es mit der T-Mobile-Karte aus.
An vielen Stellen, an denen das „amerikanische“ Handy funktioniert, gibt es keinen Roamingpartner,
so dass das Telefon oft nur für Notrufe zur Verfügung gestanden hätte.

Für Telefonate nach Deutschland wählen wir in der Regel aber eine preiswertere Variante:

A) Skype = kostenlos (siehe Internet)

B) Mit Telefonkarte von öffentlichen Telefonen aus. Hier empfiehlt es sich allerdings,
genau hinzuschauen und die Preise zu vergleichen. Gute Erfahrung haben wir mit der
Optimum-Karte von Navigata gemacht, da es hier keine zusätzlichen Verbindungsgebühren
gibt und die Minutenpreise gĂĽnstig sind. Die Karte funktioniert sowohl von den USA als
auch von Kanada aus.

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Übernachten / Stellplätze

Kanada und die USA sind Länder der Camper. Angefangen vom Class A-Motorhome über geländegängige
Pickup-Trucks bis zu Zeltern. Dementsprechend riesig ist die Auswahl an Campingplätzen. Am schäbigsten
sind dabei die meisten privaten Campgrounds und RV-Parks (obwohl selbst hier viele mehr Platz und
Komfort bieten als europäische). Oft liegen sie zudem direkt an einem Highway, aber unempfindlich
gegen Lärm scheinen eh viele Amis zu sein. Wie könnte man ansonsten stundenlang den Krach des
Generators ertragen?

Besser (und preiswerter, allerdings meist ohne den Komfort der privaten) sind in der Regel die
Campgrounds in den Nationalparks bzw. National Monuments oder State Parks, wobei letztere oftmals
den größeren Komfort bieten. Großzügig angelegte Stellplätze mit Sitzbank, Grill und Feuerstelle
findet man nicht nur bei den vorgenannten, sondern auch in den National Forests sowie häufig auf
BLM-Land (Bureau of Land Management).

Was viele aber nicht wissen, und was auch mancher Reisebuchautor nicht erwähnt, ist die Tatsache,
dass es sowohl in Kanada als auch in den USA zahlreiche legale freie Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Grundsätzlich ist in den National Forests, soweit nicht ausdrücklich verboten, freies Übernachten
in ausreichendem Abstand zur Straße erlaubt. Auf öffentlichem Land, das in den USA vom BLM verwaltet
wird, gibt es häufig die Möglichkeit des „dispersed camping“, manchmal auch angelegte kostenlose
Stellplätze. Am Beginn einer solchen Strecke steht dann häufig das Schild
„Camp only in designated areas“ oder „Camping limit 14 days“. In Kanada sind die Verhältnisse ähnlich.

Selbst in einigen Nationalparks ist das freie Ăśbernachten erlaubt, so z.B. im Death Valley an bestimmten
Pisten, Mindestabstand von der asphaltierten Straße zwei Meilen. Man benötigt noch nicht einmal ein
„Permit“. Im Visitor Center ist eine Karte „Backcountry Roads“ erhältlich, aus der auch die Regelungen
zum Campen hervorgehen. Ein weiteres Beispiel ist das Grand Staircase Escalante National Monument,
wo man sich ein (kostenloses) Backcountry Permit besorgen muss (Visitor Center oder Self Registration).
Oftmals ist allerdings Geländegängigkeit des Fahrzeuges hierzu erforderlich.

Häufig haben wir auch ohne Probleme an anderen Stellen, die nicht ausdrücklich als Privat bezeichnet
waren („Posted! Keep off! No trespassing), schön und vollkommen ungestört (außer durch Bären) mit
ausreichend Abstand zur Straße übernachten können.

Ohne gutes Kartenmaterial ist es allerdings oft schwierig, solche Stellplätze zu finden.
Siehe hierzu auch unter „Kartenmaterial“.

Bisher stellen sich die Verhältnisse in etwa so dar: Etwa zwei Drittel der Stellplätze waren freie
Stellplätze, ein Drittel Campgrounds in Nationalparks etc., zwei Stellplätze auf einem privaten
Campground (einer in Whitehorse/Kanada, da nirgends sonst das Internet funktionierte, einer mitten
auf dem Strip in Las Vegas).

Ergänzungen zu einzelnen Bundesstaaten (April 2010):

In New Mexico sind, wenn man denn keinen freien Stellplatz findet oder ansteuern will (aus unseren
Reiseberichten zu diesem Staat geht hervor, dass es zahlreiche gute freie Möglichkeiten gibt), grundsätzlich die
State Park Campgrounds eine gute Adresse. Sie liegen häufig abseits von Hauptverkehrsstraßen, sind in der Regel
schön angelegt – großzügiger Platz mit Sitzbank und Feuerstelle - und kosten den Einheitspreis von $ 10 für
eine „dry site“ bzw. $ 14 mit Strom. Häufig sind heiße Duschen schon in diesem Preis enthalten.

In Texas hingegen gibt es weder BLM-Land noch National Forests, alles ist in Privatbesitz und eingezäunt.
Einzige uns bekannte Ausnahme ist North Padre Island mit dem Padre Island National Seashore. Hier kann man
direkt am Strand bis zu 14 Nächte stehen, erforderlich ist lediglich eine kostenlose Registrierung. Gut ist,
dass zum Befahren des 60 Meilen langen Strandes nur „street legal“ Fahrzeuge zugelassen sind, also keine Quads
und dergleichen. Nach Meile 5 sind nur noch Allradfahrzeuge erlaubt. Ein nettes Plätzchen findet sich hier immer,
allerdings kann einem der teilweise sehr heftige Wind zu schaffen machen. Ansonsten kommt man auf den
Campingplätzen in den zahlreich vorhandenen National Recreation Areas, State Parks und County Parks recht
preiswert unter.
Erstaunlicherweise gibt es eine weitere Möglichkeit, sehr preiswert zu übernachten, und das ausgerechnet im Big
Bend Nationalpark. Hier ist es möglich, an angelegten Plätzen außerhalb der Campgrounds zu übernachten. Siehe
hierzu unseren entsprechenden Reisebericht!
Sollte man in Texas tatsächlich einmal gezwungen sein, auf einem der zahlreich vorhandenen privaten Campgrounds
zu übernachten, ist man gut beraten, die „Texas Saver Card“ (kostenlos erhältlich in den sogenannten Welcome
Centers) zu haben, denn damit spart man zwischen 10 und 20 %.

In Kalifornien stellt sich die Übernachtungssituation wie folgt dar: In Küstennähe ist quasi kein vernünftiges
freies Übernachten möglich, man ist also in diesem Bereich ebenfalls angewiesen auf Campgrounds. Aber im
Gegensatz zu den anderen Staaten sind gerade die State Parks seit einiger Zeit völlig überteuert. Für eine „dry
site“ $ 35 und dann noch extra Geld fürs Duschen zu kassieren ist unverschämt. Nach unseren Beobachtungen könnte
sich diese Maßnahme als „Schuss, der nach hinten losgeht“ erweisen, denn im Gegensatz zu früheren Besuchen sind
die Plätze kaum noch belegt. Anscheinend meiden die Amis die hohen Preise und kommen anderswo unter, z.B. auf
privaten RV-Parks deutlich preiswerter und komfortabler (mit full hookup). FĂĽr uns keine Alternative (zu eng, zu
laut – siehe oben). Dann schon eher die zahlreichen County Parks, die (noch?) deutlich preiswerter sind.

Abseits der KĂĽste gibt es aber viele State Parks, Nationalparks, National Preserves sowie BLM-Land und National
Forests, wo man hervorragend frei ĂĽbernachten kann (siehe unsere entsprechenden Reiseberichte).

In Oregon gibt es entlang der KĂĽste zahlreiche State Parks. Sie sind teilweise deutlich preiswerter als die
kalifornischen und zudem besser ausgestattet (beispielsweise warme Duschen nach unserer Erfahrung grundsätzlich
ohne GebĂĽhr, Strom und Wasser am Platz). AuĂźerdem gibt es hier Saisonpreise, d.h. bis Ende April kommt man
preiswerter unter als im Sommer. Je näher der Sandstrand, desto teurer allerdings der Platz. Kalifornische
Preise werden allerdings nirgendwo erreicht.

AuĂźerdem gibt es eine Reihe von guten National Forest Campgrounds, die bei schlechterer Ausstattung (kein Strom,
keine Duschen) seltsamerweise ungefähr auf dem gleichen Preisniveau liegen. Freies Übernachten ist in den bis
an die Küste reichenden National Forests im Prinzip ebenfalls möglich, wenn es hier auch nicht immer leicht ist,
ein geeignetes Plätzchen aufzutreiben, da die Wege von der Küste aus teilweise steil bergan gehen, sehr schmal
sind, kaum Ausweichmöglichkeiten bieten, keine Stichwege und somit auch keine guten Campplätze. In Frage kommen
beispielweise die Trailheads.

nach oben

Waschen (Laundromats/Laundries)

Schmutzige Wäsche waschen ist in USA so easy wie nirgends sonst. Fast jede Ortschaft, außerdem viele Campgrounds
haben eine „laundromat“. Diese sind von unterschiedlicher Qualität. In einigen muss man anstehen, um eine freie
Maschine zu erwischen, andere sind von gigantischen AusmaĂźen, eine freie Maschine kein Problem. Viel los ist in
der Regel immer, viele Amerikaner scheinen keine eigenen Maschinen zu besitzen.

Auf den Campgrounds gibt es in der Regel kleine Maschinen (one load), während es in Städten bis zu „8-loads“ geht.
Ganz selten gibt es sogar Personal, das bei Bedienungsschwierigkeiten hilft.

Das Beste an diesen Einrichtungen: Statt einfach nur zu warten und „Trommelfernsehen“ zu gucken, gibt es in guten
Laundromats Wifi, so dass man die Wartezeit sinnvoll ĂĽberbrĂĽcken kann.

Aber unabhängig von der Ausstattung – eins ist bei allen diesen Einrichtungen gleich: Das Waschergebnis
ist nicht befriedigend.

Man kann an den Waschmaschinen auswählen zwischen „kalt“ – „warm“ – „heiß“. Dies bedeutet allerdings keine
unterschiedlichen Waschprogramme (die sind immer gleich!), sondern bezieht sich nur auf den Zulauf des Wassers.
Bei etwa 20 Minuten Laufzeit je Maschine (mit Aufpreis 3 Minuten mehr) kann das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein.

Die Amerikaner fügen deshalb dem Waschprogramm nahezu grundsätzlich „Bleach“ hinzu. Die Wäsche sieht dadurch
vielleicht ein wenig sauberer aus, farbige Kleidung ist aber spätestens nach der vierten Wäsche nicht mehr in
der Ursprungsfarbe vorhanden. Was das darĂĽber hinaus fĂĽr die Umwelt bedeutet, sollte besser nicht hinterfragt werden.

Ein weiteres Problem – die Trockner. Amerikaner werfen nach unserer Beobachtung alles in den Trockner – selbst die
empfindlichste Wäsche. Auch bei den Trocknern kann man zwischen verschiedenen Einstellungen wählen: kalt – warm- heiß.
Nach unserem Eindruck spielt es überhaupt keine Rolle, was man wählt, die Wäsche wird immer bei Höchsttemperatur getrocknet.
Ergebnis: Alles läuft ein, spätestens nach der dritten Wäsche passt nichts mehr. Wir spannen deshalb für viele unserer
Wäschestücke lieber eine Leine, teilweise sogar wenn es nicht anders geht, quer durch den Großen Wagen.

Wettervorhersage

Wettervorhersagen in den USA sind im Gegensatz zu denen bei uns recht zuverlässig. In den meisten Visitor Centers,
Nationalpark Offices, National Forest Ranger Station hängt eine 5-Tage-Vorhersage aus oder man kann danach fragen.

Wenn man ĂĽber eine Internetverbindung verfĂĽgt, kann man natĂĽrlich auch googeln. Wunderground ist z.B. eine gute
Adresse für Wettervorhersagen selbst für kleinste Städte. Nach unserer Erfahrung ist die 5-Tage-Vorhersage recht
zuverlässig.www.wunderground.com

Darüber hinaus bieten manche Nationalparks auf ihrer Homepage eine „eigene“ Wettervorhersage (z.B. Death Valley,
Mojave National Preserve). Auf diesen Homepages finden sich auch andere interessante Informationen, wie z.B.
„Wildflower Updates“, die Auskunft darüber geben, wo, wann mit welcher Blüte zu rechnen ist.

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