Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der üblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

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USA: Colorado (Teil 2)

(© CPL – 23. Juni 2010)


Wir verlassen Utah. Kurz hinter der „Grenze“ nach Colorado finden wir auf BLM-Land einen schönen
Stellplatz. Allerdings sind wir der Hitze und den Beißviechern leider noch nicht entkommen – es
ist nahezu unertrĂ€glich. Auch nachts kĂŒhlt es nicht wirklich ab. Morgens frĂŒh sind es immer noch
gut 25 Grad.



Da es direkt an der Strecke liegt, schauen wir uns auch das Colorado National Monument ein zweites
Mal an (siehe Reisebericht Utah Teil 1 und Colorado. Auch diesmal ist wenig Betrieb; das Gebiet
gefÀllt uns wirklich gut.




Grand Junction bietet wieder gute Einkaufsmöglichkeiten. Von hier aus fĂŒhrt uns die Colorado 65
(auch Grand Mesa Skyway genannt) auf die Grand Mesa. Bei der Grand Mesa handelt es sich um den
angeblich grĂ¶ĂŸten Tafelberg der Welt, seine Hochebenen liegen durchschnittlich in ĂŒber 3.000 m
Höhe. Und so ist es hier natĂŒrlich auch deutlich (!) kĂŒhler als in den letzten Wochen. Bei klarer
Sicht hat man gute Ausblicke auf die umgebende Landschaft. Lohnend ist auch die Strecke entlang
der vielen kleinen Seen. Der Schnee ist noch nicht lange verschwunden, an einigen Stellen liegt
er noch, aber schon blĂŒhen viele Blumen. Anders als die ebenfalls sehr zahlreichen Murmeltiere
lassen sie sich auch gut fotografieren. Viele der Campgrounds sind noch geschlossen, aber freies
Übernachten ist erlaubt. Dieses Gebiet ist wirklich einen Besuch wert, unsere ReisefĂŒhrer
erwÀhnen es entweder gar nicht oder lediglich in einem Nebensatz.









Die Temperatur sinkt drastisch ab, nachts gibt es heftige Gewitter mit Regen, Graupel, Hagel,
Schnee. Wahnsinnsblitze! Das wird uns zu ungemĂŒtlich, also muss es wieder etwas „runter“ gehen.
Ein (relativ unbekannter) Nationalpark ist unser Ziel, der Black Canyon of the Gunnison.
Der „North Rim“ ist fĂŒr uns ohne allzu große Umwege erreichbar. Die North Rim Road und der North
Vista Trail ermöglichen an zahlreichen Aussichtspunkten gute Ausblicke auf den engen Canyon.
Auch hier blĂŒht sehr viel. Außerdem gibt es unzĂ€hlige Zikaden.











Der kleine Campground hier am Nordrand ist fĂŒr Wohnmobile nicht so gut geeignet, aber außerhalb
des Nationalparks gibt es BLM-Land! Nach einer durchregneten Nacht sind die Zufahrtswege
allerdings mit Vorsicht zu genießen. Selbst mit Allrad ist es eine ganz schöne Rutschpartie!




Nun geht es aber wirklich in die Rocky Mountains. Über Hotchkiss (ganz gute Einkaufsmöglichkeiten)
geht es zur Colorado 133. Kurz vor dem Mc Clure Pass gibt es einen ganz schönen kostenlosen
National Forest Campground. Unterhalb ein Biberdamm.



Weiter geht es auf dem Top of the Rockies Highway zum Independence Pass. Hierbei handelt es sich
um den höchsten asphaltierten Pass in den USA (12.095 Fuß!). FĂŒr die Nacht bleiben wir auf dem
Twin Peaks Campground auf fast 3.000 m Höhe. Bei gut 21 Grad (und das bei der Höhe!) sitzen wir
draußen und bewundern die zahllosen Kolibris, die aufgehĂ€ngte „Feeder“ aufsuchen.








Einige der Strecken, die wir fahren wollen, sind „closed“. Aber Gottseidank ist die Straße auf
den Mount Evans geöffnet – „North Americas highest auto road“! So hoch sind wir (außer in einem
Flugzeug) noch nie gewesen! Am Parkplatz sind es immerhin 14.130 Fuß, wenn man den letzten Aufstieg
bis zum eigentlichen Gipfel nimmt, befindet man sich auf 14.260 Fuß! Leichte Kopfschmerzen sind
der Preis, der zu zahlen ist. Die Aussicht ist wirklich toll. Leider nimmt die Bewölkung zu,
Schneeziegen sehen wir leider auch nur zwei.







Also geht es am nĂ€chsten Morgen vor Sonnenaufgang noch einmal los. Außer uns ist nur ein
Fotograf unterwegs. Der Wind oben am Parkplatz ist so stark, dass man sich kaum halten kann, es
ist kalt. Aber es lohnt sich. Endlich sehen wir zahlreiche Schneeziegen, und
diese auch noch sehr nah!







Leider nĂ€hert sich unser wunderschönes Jahr so langsam dem Ende entgegen. Anfang Juli mĂŒssen wir
in Baltimore sein, um den Großen Wagen fĂŒr die RĂŒckverschiffung abzugeben. Eine ganz schöne
Strecke ist zurĂŒckzulegen. Also werden wir uns nun auf die lange Fahrt an die OstkĂŒste begeben.
Auf der langen Strecke durch den Rest von Colorado, Kansas, Missouri usw. werden wir die US 36
der Interstate 70 vorziehen.

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