Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der üblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

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USA: Idaho / Wyoming

(© CPL – 3. Juni 2010)


In Idaho verbringen wir die ersten Tage abseits der üblichen Touristenwege. Zunächst fahren wir
den Payette River Scenic Byway, anschlieĂźend den Wildlife Canyon Scenic Byway. Es gibt zahlreiche
Campgrounds, teilweise sogar kostenlos, aber auch freies Übernachten ist möglich. Der Ponderosa
Pine Scenic Byway führt durch eine sogenannte „restricted area“, d.h. freies Übernachten ist
verboten, aber es gibt mehrere schöne Campgrounds sowie zahlreiche ausgewiesene (kostenlose)
„primitive sites“. Der Sawtooth Scenic Byway führt durch eine sehr schöne Gebirgslandschaft. Da
der Schnee noch nicht lange geschmolzen ist, sind viele Campgrounds noch geschlossen, die wenigen
offenen sind (noch) kostenlos, da es aber durch National Forest geht, findet man auch zahlreiche
freie Übernachtungsmöglichkeiten. Die Seen entlang der Strecke sind auch Mitte Mai teilweise noch
gefroren, schlieĂźlich ist das Gebiet deutlich ĂĽber 2.000 m hoch. Trotzdem sind die Spechte schon
aktiv, die ersten kleinen Blumen (Steer’s Head) blühen.






Eingeweihten ist Ketchum wahrscheinlich dadurch bekannt, dass sich hier das Grab von Ernest
Hemingway befindet, der vor seinem Selbstmord hier die letzten Jahre seines Lebens verbrachte und
sein wohl bekanntestes Buch „Wem die Stunde schlägt“ geschrieben hat.



Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Craters of the Moon National Monument. Das Craters of the
Moon NM erhielt seinen Namen, weil die Gegend aussieht wie „the surface of the moon as seen
through a telescope“. Es gibt allerdings einen entscheidenden Unterschied: Die meisten Krater auf
dem Mond entstanden durch Meteoriteneinschlag, während die Krater hier in dieser Gegend
vulkanischen Ursprungs sind.

Auf dem Campground ist so gut wie nichts los. Wir belegen einen Platz mit schöner Aussicht. Direkt
am Platz immer wieder Möglichkeiten, Golden-mantled Squirrel und Yellow-pine Chipmunks zu
fotografieren. Das Wetter ist ganz OK, aber nicht so gut, wie wir uns das erhoffen. So unternehmen
wir zunächst nur eine kurze Wanderung entlang des North Crater Flow Trail. Es handelt sich hier
um relativ junge Lava, die etwa 2.000 Jahre alt ist.





Am nächsten Tag ist das Wetter dann gut. So fahren wir die Loop Road, die gute Möglichkeiten
bietet, diese interessante Landschaft zu erkunden, zumal es zahlreiche Wanderungen gibt, die zu
vulkanischen Besonderheiten führen. Am Devil’s Orchard ist es beispielsweise die von Flechten
bewachsene Lava; vom Inferno Cone hat man eine fantastische Aussicht auf andere Vulkane, bei den
Spatter Cones kann man (in die leider abgezäunten) Krater hineinschauen. Obwohl diese Lava schon
recht alt ist (bis 15.000 Jahre) ist sie insgesamt recht wenig bewachsen. Allerdings zeigen sich
erste Spuren einer FrĂĽhjahrsblĂĽte.







Besonders gut gefällt uns der Broken Top Loop Trail, auf dem man schöne Lavaformationen (u.a.
Stricklava) und teilweise recht groĂźe Lavabomben zu sehen bekommt, auĂźerdem die Buffalo Caves
Lavahöhlen. Wir haben Glück und bekommen zahlreiche Murmeltiere vor die Kamera. In der
„Cave area“ sind die meisten Lavahöhlen im Moment noch nicht zugänglich (Schnee), der Indian
Tunnel aber kann bereits erkundet werden.








Durch eine monotone Agrarlandschaft erreichen wir Rexburg, anschlieĂźend den Teton Scenic Byway,
der auf der Westseite des Teton NP vorbeifĂĽhrt (zum Teton NP siehe Reisebericht Montana und Wyoming).
Dieser Umweg hat sich nicht gelohnt, da die Gipfel der Berge der Teton Range leider in den Wolken
verschwunden sind. In Afton, Wyoming gibt es angeblich den weltgrößten „Elk Horn Arch“, außerdem
einen Fotoladen. Aber natĂĽrlich gibt es auch hier kein geeignetes Objektiv!




An der weiteren Strecke liegt das Fossil Butte National Monument. Unsere ReisefĂĽhrer sagen hierzu
nichts, also schauen wir mal, was uns erwartet. In diesem Bereich gab es vor 50 Millionen Jahren
einen See (Fossil Lake). Dieser existiert heute nicht mehr, aber dafĂĽr findet man eine FĂĽlle von
Fossilien: Pflanzen, Insekten, Reptilien, Vögel, Säugetiere und vor allem Fische. Im Visitor
Center hat man die Möglichkeit, diese anzuschauen. Übrigens, in der nicht geschützten Umgebung des
National Monument werden sogenannte Fossilientouren angeboten, so z.B. von Ulrich’s Fossil Gallery.
Hier kann man sich versehen mit der nötigen Ausrüstung (und Unterstützung/Hilfestellung) ganz
legal selbst betätigen. 6-8 Fische darf man behalten. Leider werden diese Touren im Moment
witterungsbedingt noch nicht angeboten, so bleibt uns nur der Kauf einer Replik im National
Monument sowie eines kleinen echten Fisches in Ulrich’s Fossil Gallery.





Hinter dem Fossil Butte NM fahren wir wieder einmal eine Nebenstrecke entlang des Seedskadee
National Wildlife Refuge und des Green River. Am Fluss gibt es immer wieder schön angelegte
(kostenlose) BLM-Campgrounds. Wir sehen zahlreiche Tiere (Elche, Gänse, Fischadler, Enten,
Pronghorns, viele Vögel), zum Fotografieren sind diese allerdings alle zu weit entfernt. Ähnlich
ergeht es uns auf der Pilot Butte Wild Horse Scenic Tour zwischen Green River und Rock Springs.
Wir sehen tatsächlich wilde Pferde, aber viel zu weit entfernt. Aus der Nähe bekommt man sie an
der sogenannten „Wild horse viewing area“ zu sehen. Um die Population gesund zu halten, werden
regelmäßig Pferde gefangen, auf den Gesundheitszustand untersucht und dann zur „Adoption“
freigegeben.





Auf dem Weg zur Flaming Gorge National Recreation Area (siehe zu diesem Gebiet auch Bericht Montana und Wyoming)
übernachten wir in der Nähe der Blacks Fork Bridge. Es regnet immer mal wieder,
abends beginnt es zu schneien. Am Morgen ist der Boden total aufgeweicht. Da es nach weiterem
Regen aussieht, fahren wir noch vor dem Frühstück in Richtung Straße – eine schöne Schlammschlacht!
Auf der weiteren Strecke viele Pronghorns und erstaunlicherweise trotz Schnee viele Blumen.







Der sĂĽdliche Teil der Flaming Gorge Recreation Area liegt schon in Utah. Auf einem kleinen TĂĽmpel
in der Nähe von Manila weiße Pelikane. Wir haben schon oft Pelikane gesehen, aber bei diesen
zeigt sich, warum sie Nashornpelikane genannt werden, denn wenn sie brĂĽten, haben sie halt den
typischen Höcker auf dem Schnabel. Lohnend, auch wenn wir ihn schon einmal gefahren sind, ist der
Sheep Creek Loop.




Zum Schluss fahren wir auch noch einmal zum Red Canyon. Diesmal sehen wir keine Hirsche und
Dickhornschafe. Dafür fällt uns ein gut getarnter Unimog auf – das könnten Deutsche sein. Richtig!
Es sind die bekannten Tierfilmer Ernst Arendt und Hans Schweiger
(Tiere vor der Kamera / www.tierevorderkamera.de).



Auf unserer neueren Seite findet Ihr einen weiteren Bericht zu dieser Gegend:
Montana und Wyoming

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