Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der üblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

Anmelden

(FĂŒr den privaten Bereich)
Benutzername:
Passwort:
Eingeloggt bleiben     

[Passwort vergessen?]

Counter
User Total: 14
Online Members: 0
Online Guests: 1
Besucher Statistik
5 Heute
52 Woche
161 Monat
2134 Jahr
159034 Gesamt

Rekord: 203 (20.07.2016)

zurĂŒck zur Übersichtstabelle

USA: Oregon

(© CPL – 17. Mai 2010)


Nach einer regnerischen Nacht fahren wir bei starker Bewölkung auf der 101 Richtung Norden. Bald
ist Oregon erreicht. Gottseidank klart das Wetter auf, so dass wir einige Fotos von der schönen
KĂŒste machen können. Wir halten an nahezu jedem Aussichtspunkt an.




BLM-Land gibt es hier entlang der KĂŒste nicht, ein National Forest ist im sĂŒdlichen Bereich zu
weit entfernt, so dass wir auf Campgrounds angewiesen sind. Der in unserem ReisefĂŒhrer als
empfehlenswert erwÀhnte Humbug State Park ist zwar ganz nett, liegt aber direkt an der stark
befahrenen Straße. Viel besser gefĂ€llt uns der Cape Blanco State Park, einige Meilen von der 101
entfernt, sehr große PlĂ€tze mit viel Abstand zu eventuellen Nachbarn, windgeschĂŒtzt. Erstaunt
stellen wir fest, dass dieser Platz mit Strom und Wasseranschluss nur $ 12 kostet (Vorsaisonpreis,
ab 1. Mai $ 4 teurer). Heiße Duschen gibt es gratis dazu. Eine kurze Wanderung fĂŒhrt zum schönen
Leuchtturm am Kap (entlang der OregonkĂŒste gibt es zahlreiche schöne LeuchttĂŒrme), dieser ist der
Ă€lteste noch „arbeitende“ Leuchtturm und kann besichtigt werden.




Nachts regnet es heftig, diese Feuchtigkeit mag der „Roughskin Newt“-Salamander. Am Vormittag reißt
es auf, die Sonne lÀsst sich blicken. Dieses Wetter begleitet uns in Àhnlicher Form entlang der
gesamten OregonkĂŒste – tagsĂŒber haben wir in der Regel gutes Wetter, so dass wir Fahrt und
Wanderungen entlang der KĂŒste genießen können. Auf dem Abstecher von Charleston nach Cape Arago
sehen wir viele Seelöwen und Vögel, zum Fotografieren sind diese aber meist zu weit entfernt. Der
nahe gelegene Sunset Bay State Park bietet sich in diesem Bereich fĂŒr eine Übernachtung an, er ist
auch noch ganz gĂŒnstig, aber schon teurer als der oben erwĂ€hnte am Cape Blanco. Mittlerweile
glauben wir den Grund dafĂŒr zu kennen: Es gibt hier relativ nah einen kleineren Sandstrand. Nach
unserer Beobachtung steigen die Preise in den State Park Campgrounds entsprechend der NĂ€he und
GrĂ¶ĂŸe des Sandstrandes (zu den StellplĂ€tzen in Oregon siehe auch unter „Dies und das“). Im
Feuchtgebiet nahe des Campgrounds finden sich zahlreiche blĂŒhende „Yellow Skunk Cabbage“.






Immer weiter geht es nach Norden. Bald ist die Oregon Dunes National Recreation Area erreicht. Der
National Forest Service schĂŒtzt hier auf der einen Seite die schönen SanddĂŒnen, andererseits gibt
es aber auch ausgewiesene „OHV-Areas“ (OHV = Off Highway Vehicle, also Quads und Ă€hnliches), in
denen mit diesen gelÀndegÀngigen Fahrzeugen herumgefahren werden darf. Man tut also gut daran, bei
der Wahl des Campgrounds genau darauf zu achten, dass man möglichst in der NĂ€he der geschĂŒtzten
Bereiche unterkommt, da man ansonsten stĂ€ndig MotorenlĂ€rm um sich herum hat. Im geschĂŒtzten Bereich
sind die DĂŒnen wirklich sehr schön und bieten außerdem an der KĂŒste gute Möglichkeiten zur
Vogelbeobachtung.







Nicht weit entfernt von Florence befindet sich die „Sea Lion Cave“, eine der grĂ¶ĂŸten Seehöhlen der
Welt. Außerhalb der Höhle entdecken wir schon eine große Zahl an Seelöwen. Die gewaltige Höhle
verfĂŒgt ĂŒber einen Durchbruch zum Meer. Im FrĂŒhjahr und Herbst sollen sich hier große Mengen an
Seehunden und Seelöwen aufhalten. Und so ist es auch – bereits am KassenhĂ€uschen (die Höhle ist in
Privatbesitz und so wird Eintritt fÀllig) informiert uns die Kassiererin, dass sich derzeit gut 350
Tiere in der Höhle befinden. Ein Aufzug (!) bringt uns hinunter auf Meereshöhe in die Höhle.
Gewaltiger LÀrm und Gestank empfÀngt uns, nahezu jedes freie PlÀtzchen auf den Felsen ist belegt.
Da man die Tiere nicht stören will, verzichtet man auf eine Beleuchtung der Höhle, was das
Fotografieren etwas schwierig macht. Speziell die vielen „Rangeleien“ um einen guten Platz verwackeln
alle. Aber trotzdem ist das Ganze sehr eindrucksvoll. Als „Zugabe“ bietet sich von einer anderen
Aussichtsplattform zudem noch die Möglichkeit, Seevögel zu beobachten. Die Taubenteisten (oder auch
Pazifik-Gryllteisten genannt = pigeon guillemot) beispielsweise sind in der Balz.





Im Bereich des Cape Perpetua gelingt es uns sogar einmal, einen freien Stellplatz im National
Forest zu finden. Das ist hier zwar prinzipiell wie in allen National Forests möglich, aber ein
geeignetes PlĂ€tzchen aufzutreiben, ist ein anderes Thema. Die Wege von der KĂŒste aus gehen
teilweise steil bergan, sind sehr schmal, bieten kaum Ausweichmöglichkeiten. Es gibt keine
Stichwege und somit auch keine guten CampplĂ€tze. Die KĂŒste gefĂ€llt uns auch hier gut, allerdings
sind die in BroschĂŒren hoch angepriesenen GezeitentĂŒmpel nicht besonders lohnend. Schön hingegen
die vielen blĂŒhenden Blumen.





Im weiteren Verlauf ist die KĂŒste fĂŒr unseren Geschmack etwas zu touristisch, obwohl es auch hier
noch „einsamere“ Teile gibt. In den FischerhĂ€fen bieten sich immer wieder Möglichkeiten zur
Vogelbeobachtung. Schön auch Yaquina mit einer alten Bayfront sowie (wieder einmal) einem fotogenen
Leuchtturm. Und hier gibt es auch sehenswerte GezeitentĂŒmpel!








Nicht entgehen lassen wir uns den „Three Capes Scenic Loop“. Dieser fĂŒhrt vorbei an Cape Kiwanda,
Cape Lookout und Cape Meares und bietet immer wieder gute Ausblicke, schöne StrÀnde. Besonders gut
ist die Aussicht am Cape Meares. Hier gibt es neben dem „kleinsten“ Leuchtturm außerdem den
sogenannten „Octopus Tree“ zu sehen, ĂŒber dessen Entstehung die Wissenschaftler noch rĂ€tseln.
Außerdem sieht man zahlreiche Vögel, wie den „American Robin“ und den „American Goldfinch“.






Auf der weiteren Strecke lohnt vor allem der Nehalem Bay SP mit seinen DĂŒnen einen Abstecker.
Hauptattraktion am langen Strand von Cannon Beach ist der Haystack Rock, der Nistplatz fĂŒr viele
Vögel ist. Bei Ebbe ist dieser Felsen zugÀnglich; mit Beginn der Brutzeit sorgen deshalb
UmweltschĂŒtzer dafĂŒr, dass sich niemand den Vögeln zu sehr nĂ€hern kann. Als „Ersatz“ gibt es zahlreiche
GezeitentĂŒmpel zu bestaunen und fotografieren. Auf keinen Fall versĂ€umen sollte man die kurze Fahrt
in den Ecola State Park. Die Aussicht auf die KĂŒste und den Haystack Rock sind auch ein beliebtes
Postkartenmotiv.







Nördlichster Punkt der OregonkĂŒste ist der Fort Stevens State Park. Die alten Befestigungsanlagen
muss man nicht unbedingt gesehen haben, wohl aber die KĂŒste mit dem Blick ĂŒber die MĂŒndung des
Columbia River: Strand, DĂŒnen, ein altes Schiffswrack (die Peter Iredale), viele Seevögel.






Auf unserer neueren Seite findet Ihr einen weiteren Bericht zu diesem Bundesstaat:
Oregon und Washington

nach oben
zurĂŒck zur Übersichtstabelle