Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der Řblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

Anmelden

(F├╝r den privaten Bereich)
Benutzername:
Passwort:
Eingeloggt bleiben     

[Passwort vergessen?]

Counter
User Total: 14
Online Members: 0
Online Guests: 1
Besucher Statistik
6 Heute
20 Woche
153 Monat
5870 Jahr
154401 Gesamt

Rekord: 203 (20.07.2016)

zur├╝ck zur ├ťbersichtstabelle

USA: Kalifornien 4: W├╝sten im S├╝den

(┬ę CPL ÔÇô 21. April 2010)


Zum dritten Mal auf dieser Reise steuern wir das Mojave National Preserve an
(zum ersten Besuch siehe Reisebericht Kalifornien 2)
(zum zweiten Besuch siehe Reisebericht Kalifornien 3).
Viele Joshua Trees im Bereich des Cima Domes haben (noch unge├Âffnete) Bl├╝tenst├Ąnde.



Ansonsten ist von Bl├╝te noch nicht viel zu sehen. Den Grund erfahren wir im Visitor Center: Anfang
M├Ąrz hat es noch einmal starke Schneef├Ąlle gegeben, dadurch verz├Âgere sich der Bl├╝tenbeginn um
zwei bis drei Wochen, aber man rechne durchaus mit einer guten Fr├╝hjahrsbl├╝te. Wir beschlie├čen
deshalb, zun├Ąchst einmal weiter nach S├╝den zu fahren, um sp├Ąter nochmals zur├╝ckzukehren. Zun├Ąchst
durchqueren wir den Joshua Tree Nationalpark (siehe hierzu auch Reisebericht Kalifornien 3). Hier
sind die Joshua Trees schon etwas weiter als im Mojave Preserve, speziell im s├╝dlichen Teil bl├╝hen
auch schon einige Wildblumen und sogar die ersten Kakteen.






Auf einer Fahrt auf der Geology Tour Road zeigt sich, dass auch die Chuckwallas aktiv sind.




Aufgrund der N├Ąhe der Ostertage ist im Park auch relativ viel los, so dass wir erst gar nicht
versuchen, auf einem der Campgrounds unterzukommen. S├╝dlich der Parkgrenze gibt es auf BLM-Land
die M├Âglichkeit, relativ sch├Ân zu ├╝bernachten, je nach Windrichtung ist allerdings etwas vom
Verkehr auf der nahen Interstate 10 zu h├Âren.



Der k├╝rzeste Weg zum Anza Borrego Desert State Park (siehe hierzu auch Reisebericht Kalifornien 3)
f├╝hrt wieder einmal durch den Box Canyon, die Blumen am Wegrand lassen hoffen, dass es im State
Park tats├Ąchlich viele Blumen geben wird.



Und so ist es auch! Dieses Jahr ist ein gutes Bl├╝tenjahr. Schon auf der Anfahrt sehen wir entlang
der Stra├če viele Wildblumen, beeindruckend vor allem die bl├╝henden und voll bebl├Ątterten Ocotillos.




Im Visitor Center gibt es regelm├Ą├čige Wildflower Updates, so dass man gezielt besonders
attraktive Stellen anfahren kann.






Neben den vielen verschiedenen Wildblumen lohnt es auch, nach Kolibris Ausschau zu halten;
wir entdecken sogar ein winzig kleines Nest.



Aber es gibt auch Probleme. Teile der Fl├Ąchen sind vom eingef├╝hrten Saharan Mustard derart
├╝berwuchert, dass die Wildblumen an diesen Stellen kaum noch die Chance haben, derartige
Bl├╝tenteppiche zu bilden, wie man sie auf vielen Abbildungen sieht.



Wesentlich weiter als in den anderen Gebieten sind hier auch die Kakteen. Besonders die gro├čen
Barrel Kakteen mit ihren zahlreichen Bl├╝ten und die leicht zu ├╝bersehenden kleineren Fishhooks
haben es uns angetan, aber auch die Hedgehogs und die Chollas beginnen zu bl├╝hen. Au├čerdem bl├╝hen
bereits zahlreiche Agaven sowie ÔÇ×SoaptreeÔÇť Yuccas.








Wir bleiben fast zwei Wochen in diesem Gebiet. Durch die M├Âglichkeit des freien ├ťbernachtens kann
man dem Betrieb, der bedingt durch die gute Bl├╝te sowie die Ostertage jetzt im Park herrscht,
ganz gut entkommen. Es ist angenehm warm, lediglich der teilweise heftige
Wind ist ganz sch├Ân l├Ąstig.



Auf der Internetseite des Death Valley Nationalparks erfahren wir, dass f├╝r die ersten Aprilwochen
der H├Âhepunkt der auch dort guten Fr├╝hjahrsbl├╝te erwartet wird. Also ist es Zeit nach Norden
aufzubrechen. Im Joshua Tree Nationalpark sind mittlerweile einige Joshua Tree Bl├╝tenst├Ąnde
ge├Âffnet. In einem Joshua Tree beobachten wir einen Kaktuszaunk├Ânig beim F├╝ttern der Jungen.
Wie schon auf dem Hinweg bl├╝hen etliche andere Wildpflanzen.




Im Mojave National Preserve ist es zwar deutlich gr├╝ner geworden, die Bl├╝te hingegen bleibt
leider weit hinter unseren Erwartungen zur├╝ck. Ein Ranger meint, dass sie wahrscheinlich aufgrund
des schon erw├Ąhnten K├Ąlteeinbruchs ganz ÔÇ×ausfallenÔÇť k├Ânne. Beeindruckend sind
allerdings die bl├╝henden Mojave-Yuccas.



Ganz anders sieht es tats├Ąchlich im Death Valley aus (siehe auch Bericht Nevada und Kalifornien 1).
Von Shoshone aus ÔÇô an der Museumstankstelle m├╝ssen wir Gottseidank nicht tanken ÔÇô f├╝hrt die
Stra├če in den S├╝dteil des Nationalparks.



Die sonst ├Âden W├╝stenfl├Ąchen sind von Wildblumen ├╝bers├Ąt und im Vergleich zu unserem Besuch im
Sp├Ątherbst nicht wiederzuerkennen. Bei Temperaturen um die 30 Grad wird diese Bl├╝te allerdings
nicht lange anhalten. Etwas ÔÇ×langlebigerÔÇť d├╝rften aber die Bl├╝ten der Beavertail Cacti sein. Die
Desert Iguanas ÔÇ×genie├čenÔÇť diese Temperaturen.





Im Bereich des Artist Drive, dessen Farbpalette durch die Wildblumen noch aufgewertet wird,
entdecken wir sogar eine endemische Pflanze (das gr├╝nliche und eher unscheinbare
Goldcarpet) ÔÇô endemisch bedeutet, dass diese Pflanze nur hier vorkommt.




Da die Sicht deutlich besser ist als bei unserem ersten Besuch (es gibt keine Sandst├╝rme) suchen
wir nat├╝rlich einige der Hauptattraktionen des Parks noch einmal auf, wie z.B. Badwater mit
seinen Salzstrukturen und nat├╝rlich den Zabriskie Point mit dem Blick ├╝ber die
farbenpr├Ąchtigen Badlands.



Au├čerdem wandern wir in den Fall Canyon hinein. Auch hier bl├╝ht einiges, u.a. eine zweite
endemische Pflanze, die Death Valley Sage. Der Canyon ist au├čerdem ein gutes Chuckwalla-Gebiet.





Die Bl├╝te lockt nat├╝rlich zahlreiche Besucher. Wie gut, dass wir nicht auf den ├╝berf├╝llten
Campgrounds ├╝bernachten m├╝ssen, sondern wie schon bei unserem ersten Besuch frei an ÔÇ×dirt roadsÔÇť
im Park. Neben den uns bereits bekannten Stellen im Echo Canyon sowie an der Lake Hill Road
finden wir weitere gute Gelegenheiten abseits der West Side Road.



Westlich des Death Valley Nationalparks liegen zu F├╝├čen des Mount Whitney und der Sierra Nevada
die Alabama Hills. Das Gebiet ist einerseits recht unbekannt, andererseits haben viele die
Felslandschaften schon gesehen, da diese ein bevorzugter Drehort der Hollywood-Filmindustrie sind.
Viele der Drehorte liegen entlang der Movie Flat Road, umso erstaunlicher ist es, dass man hier
frei ├╝bernachten darf. Aber es ist halt BLM-Land.







Wir genie├čen die Zeit in den W├╝stengebieten sehr, einerseits ist es sch├Ân warm, vor allem aber
bl├╝ht sehr viel. Hier im Bericht k├Ânnen wir nat├╝rlich nur einen Bruchteil der sch├Ânen Pflanzen zeigen.

Deshalb mehr Bilder in der Diashow Die W├╝ste bl├╝ht

Aber nun zieht es uns weiter. Unsere Internetrecherchen zeigen, dass die Wetterlage
in Nordkalifornien stabiler wird, so dass wir beschlie├čen, dorthin aufzubrechen.

Auf unserer neueren Seite k├Ânnt Ihr weitere Berichte zu Kalifornien finden:
S├╝dliches Kalifornien

Durch die W├╝sten: Vom Anza Borrego Desert State Park - Mojave

Death Valley und Ziele in der Umgebung

nach oben
zur├╝ck zur ├ťbersichtstabelle