Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der üblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

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USA: New Mexico (2)

(© CPL - 18. MÀrz 2010)


Bedingt durch die generelle Änderung unserer weiteren ReiseplĂ€ne geraten die Carlsbad Caverns in
Reichweite. Die Carlsbad Caverns sind die grĂ¶ĂŸten Tropfsteinhöhlen der USA, vielleicht sogar der Welt.
Besonders erfreulich ist, dass man sie (nach einer ausfĂŒhrlichen Belehrung durch einen Ranger) auf
eigene Faust erkunden kann. Wir steigen durch den natĂŒrlichen Eingang (Natural Entrance) in das
Höhlensystem hinunter. Hauptattraktion ist der „Big Room“ mit 540 m LĂ€nge, 330 m Breite und mehr als
70 m Höhe.





Über Alamogordo fahren wir auf der gleichen Strecke wie bei unserem ersten Besuch in New Mexico (siehe
Bericht New Mexico 1) zunĂ€chst noch einmal zur Three Rivers Petroglyph Site, wo wir diesmal auch fĂŒr
$ 5 (!) einen schönen Platz mit Strom nutzen.



Es geht außerdem noch einmal zum Bosque del Apache Wildlife Refuge. Hier hat sich das Bild total
verĂ€ndert. Die meisten Kraniche und SchneegĂ€nse sind – wie wir im Visitor Center erfahren - vor einigen
Tagen fortgezogen; von den ehemals zehntausenden Vögeln sind noch knappe 1.000 SchneegÀnse und 400
Kraniche ĂŒbrig. Die anderen Zugvögel hingegen sind noch nicht aus ihren Winterquartieren eingetroffen.
Nach wie vor gibt es zahlreiche KandagÀnse, die teilweise hier Ganzjahresvögel sind. Aber insgesamt ist
derzeit mengenmĂ€ĂŸig recht wenig zu beobachten, allerdings sehen wir zahlreiche „Roadrunner“.




Eine Attraktion ganz anderer Art ist das VLA (Very Large Array). Auf Y-förmig angeordneten
SchienenstrĂ€ngen können hier große Radioteleskope je nach Bedarf verschoben werden, um auch noch die
schwÀchsten Signale aus dem Weltall zu empfangen. Jeder Arm des Y ist 21 km lang. Es gibt insgesamt 27
Antennen. Hiermit wird es möglich, extrem detailreiche Radiobilder, vergleichbar mit denen eines
optischen Teleskops, zu erstellen.




Da es seit mehreren Tagen trocken war, ist die Strecke zum El Malpais National Monument ĂŒber ungeteerte
Naturstraßen problemlos zu bewĂ€ltigen. Das El Malpais NM umfasst ein Gebiet vulkanischen Ursprungs mit
ausgedehnten „Lava Flows“. Einen sehr guten Überblick erhĂ€lt man von den sogenannten „Sandstone Bluffs“
aus, die allerdings auch fĂŒr sich schon sehenswert sind. Hier gibt es auch wieder einmal einen
Steinbogen – den Ventana Natural Arch. Ebenfalls lohnend ist der Lava Falls Trail, der durch die
jĂŒngste Lava des Gebietes (immerhin auch schon mehr als 3.000 Jahre alt) fĂŒhrt. Übernachten können wir
im Gebiet auf BLM-Land.






In der El Malpais Ranger Station zeigt die ausgehÀngte Wetterprognose, dass in den nÀchsten Tagen auch
wieder mit Regen und Schnee zu rechnen ist. Wir verlassen deshalb das Gebiet, da wir keine Lust haben
hier fĂŒr mehrere Tage festzusitzen, denn schließlich stehen als nĂ€chstes Ziel die Kasha-Katuwe Tent
Rocks zwischen Albuquerque und Santa Fe auf dem Programm, die wir unbedingt noch bei gutem Wetter
erreichen wollen. Das Gebiet wurde zum National Monument erklÀrt, um die ungewöhnlichen kegelförmigen
Felsformationen zu schĂŒtzen. Die schönsten Formationen erreicht man nach einer Wanderung durch einen
Slot Canyon (ErklÀrung zu Slot Canyons siehe Bericht Kalifornien 3)






Nach so viel Natur soll auch die Kultur nicht zu kurz kommen. Wir statten Santa Fe einen kurzen
Besuch ab. Downtown Santa Fe ist absolut sehenswert.






In der NĂ€he liegt das Bandelier National Monument. Freies Übernachten ist hier natĂŒrlich nicht möglich,
also checken wir auf dem recht schönen Campground ein – wir sind die einzigen Camper. In der Umgebung
ergeben sich gute Gelegenheiten Mule Deer recht nah zu beobachten.



Die Anlage mit ihren Puebloruinen, Kivas und Höhlenwohnungen ist noch auf eigene Faust zu erkunden. In
einige der Höhlenwohnungen kann man ĂŒber Leitern hineingelangen. Die Höhlenwohnungen sind in das weiche
Tuffgestein gegraben. Höhepunkt ist sicherlich das „Alcove House“, das sich 45 m ĂŒber dem Talboden
befindet und ĂŒber vier steile, hölzerne Leitern erreichen lĂ€sst – nichts fĂŒr Leute mit Höhenangst,
außerdem sollte man schwindelfrei sein.







Am nĂ€chsten Tag besuchen wir das in unmittelbarer NĂ€he liegende Los Alamos – die „GeburtsstĂ€tte“ der
Atombombe. Im (kostenlosen) Bradbury Science Museum gibt es zur Geschichte und zur aktuellen Arbeit der
Laboratorien zahlreiche Exponate, mehrere Filme und weitere Informationen. So sieht man u.a. ein Modell
der ersten Atombombe (Gadget genannt), die an der Trinity Site in New Mexico gezĂŒndet wurde, außerdem
ein Nachbau in OriginalgrĂ¶ĂŸe der Bombe „Little Boy“, die Hiroshima zerstörte, sowie eine Nachbildung in
OriginalgrĂ¶ĂŸe der „Fat Man“-Atombombe, die auf Nagasaki abgeworfen wurde. Auch heute noch ist Los
Alamos das bedeutendste Forschungszentrum, das sich schwerpunktmĂ€ĂŸig mit Hi-Tech fĂŒr
das MilitÀr beschÀftigt.





Zum Abschluss unserer Reise durch New Mexico erkunden wir ein ziemlich unbekanntes Gebiet in der NĂ€he
von Farmington, die Bisti und De-Na-Zin Wilderness. Von der 550 biegen wir in der NĂ€he des Huerfano
Trading Post ab auf die 7500, eine Naturstraße, die sich noch in recht gutem Zustand befindet. Das soll
sich aber bald Àndern! Am Nachmittag wird die Bewölkung zusehends stÀrker, wir erreichen gerade noch
den Trailhead fĂŒr die De-Na-Zin Wilderness, wo wir dann gezwungenermaßen drei NĂ€chte verbringen.
Ein heftiges Gewitter gefolgt von Schneesturm bringt den Winter zurĂŒck und macht die Straße
unpassierbar. TagsĂŒber ist das Wetter bei unserer Zwangspause Gottseidank brauchbar, so dass wir das
Gebiet ausfĂŒhrlich erwandern können, allerdings nur mit Gummistiefeln. Ins Auge fallen die zahlreichen
versteinerten HolzstĂ€mme und –stĂŒcke sowie interessante Felsformationen.






Nach einem trockenen Tag und ganz frĂŒhmorgens bei Frost gelingt es, das Gebiet in Richtung der Bisti
Wilderness zu verlassen. Auch hier gibt es große Mengen an versteinertem Holz, aber besonders
auffallend sind die zahlreichen Hoodoos und andere durch Erosion entstandene
ungewöhnliche Felsformationen.








Fazit zu New Mexico: Auf unseren frĂŒheren Reisen in die USA haben wir diesen Bundesstaat immer nur
gestreift. Wenn man allerdings lÀnger verweilt, wird man schnell feststellen, dass New Mexico sehr
viel zu bieten hat. Wir haben hier lÀngst noch nicht alles gesehen, aber auch wenn man so viel
Zeit hat wie wir auf dieser Reise: Man kann nicht alle Ziele ansteuern.
Unsere Empfehlung: Worth a visit!

FĂŒr einen neueren Bericht zu New Mexico und weiteren Zielen in diesem Bundesstaat
könnt Ihr auf unserer eu-Seite nachschauen: New Mexico

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