Ein Jahr Nordamerika  mit dem eigenen Expeditionsmobil - auch abseits der üblichen Touristenpfade durch Kanada und die USA

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USA: New Mexico (1)

(© CPL - 09. Februar 2010)


Vom Chiricahua National Monument geht es nach New Mexico, Richtung White Sands National Monument.
Völlig unerwartet finden wir nahe des Parks einen recht guten freien Stellplatz am Lake Holloman,
unmittelbar neben der Holloman Air Force Base. Das Übernachten hier ist ausdrĂŒcklich gestattet,
wie uns der Biologe der US Air Base bestÀtigt.



Auf der Holloman Air Force Base sind nicht nur die Stealth-Bomber der US Air Force stationiert
(das Beste vom Besten!), sondern auch ein Kontingent der deutschen Luftwaffe, die hier mit ihren
(etwas in die Jahre gekommenen) Tornados munter ĂŒben. Abends schallt zur Flaggenparade blechern zunĂ€chst
die deutsche, dann die amerikanische Nationalhymne zu uns herĂŒber. Die MilitĂ€rpolizei schaut bei uns
vorbei, gibt uns eine Telefonnummer, bei der wir verdÀchtige Beobachtungen melden sollen.

Unser erster Besuch im White Sands NM fÀllt recht kurz aus, denn in der Nacht und morgens hat es
geregnet. Es ist alles „grau in grau“, selbst der Sand ist nicht so weiß, wie er sein könnte.



Die Zufahrt zu unserem Übernachtungsplatz ist bereits jetzt extrem aufgeweicht, es regnet immer weiter,
da zudem Schnee angesagt ist, nehmen wir fĂŒr mehrere NĂ€chte Quartier auf dem schön gelegenen und recht
komfortablen Campground des Oliver Lee Memorial State Park. Am nÀchsten Morgen ist zunÀchst einmal
SchneerÀumen angesagt. Amerikaner, die jedes Jahr hierher kommen, erzÀhlen uns, dass es 20 Jahre keinen
Schnee gegeben habe, in diesem Winter aber bereits das achte Mal.



Gottseidank taut das Ganze sehr schnell weg (siehe Bild rechts am nÀchsten Morgen), so dass wir bei
sonnigem Wetter, zunĂ€chst jedoch eisigen Temperaturen doch noch zu unserem richtig schönen weißen Sand
kommen. Auf einer FlĂ€che von 275 Quadratmeilen findet sich das grĂ¶ĂŸte GipsdĂŒnenfeld der Welt.




Nordöstlich hiervon lohnt ein Abstecher zur weitgehend unbekannten Three Rivers Petroglyphs Site.
Hier gibt es ĂŒber 21.000 teilweise sehr gute erhaltene Felszeichnungen. Und da noch relativ wenige
Besucher kommen, kann man dieses Gebiet auf eigene Faust erkunden. Auf dem Picknickplatz des GelÀndes
darf man (kostenlos) ĂŒbernachten, es gibt außerdem zwei angelegte StellplĂ€tze fĂŒr RVs mit Strom und
Wasser fĂŒr $ 5!




Nördlich des White Sands Raketen-TestgelĂ€ndes befindet sich das Valley of Fire – ein recht großer
Lavastrom, den man auf einer kurzen Wanderung erkunden kann. Lava haben wir schon oft gesehen, hier ist
aber die Kombination von Lava und WĂŒstenvegetation interessant.




Auch im Valley of Fire gibt es einen schön angelegten, komfortablen Campground. Wir ziehen allerdings
einen freien Stellplatz auf dem Weg zu unserem nÀchsten Ziel, dem Bosque del Apache National Wildlife
Refuge, vor. Ganz in der NĂ€he befindet sich ĂŒbrigens die Trinity Site, wo die erste Atombombe getestet
wurde.




Das Bosque del Apache NWR ist ein Überwinterungsgebiet fĂŒr viele Vogelarten, darunter unzĂ€hlige
Kraniche (Sandhill Cranes), SchneegĂ€nse, RossgĂ€nse, recht viele KanadagĂ€nse, darĂŒber hinaus zahlreiche
Entenarten und andere Wasservögel, Adler, Greifvögel.
- Wenn ihr einmal hören wollt, wie es sich im Reservat anhört, dann klickt hier.

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Auch bei den Landtieren hat das Gebiet einiges zu bieten: Koyoten, Maultierhirsche, WaschbÀren.
Das Ganze kann man auf einem 12-Meilen-Rundweg vom Auto aus erleben, wobei es hier tatsÀchlich meistens
besser ist, im Fahrzeug zu bleiben und dieses als Fotoversteck zu nutzen.
(Mehr Bilder in unserer Diashow Important Bird Areas Teil 1)






Eigentlich wollen wir im nahegelegenen Socorro unsere VorrÀte ergÀnzen und dann weiter nach Norden
fahren. Auf dem Walmart-Parkplatz werden wir allerdings vom nĂ€chsten Schnee ĂŒberrascht. (Es schneit
nahezu in ganz New Mexico). Wir fahren nicht weiter, sondern warten zunÀchst einige Stunden ab. Da sich
die Wetterlage in der nĂ€chsten Zeit nicht Ă€ndern soll, beschließen wir, unsere Reiseroute komplett
umzustellen. Somit endet hier unser erster New Mexico – Reisebericht, wir hoffen allerdings, in einigen
Wochen bei besserem Wetter wieder hierher zurĂŒckzukehren. In Texas, genauer gesagt im Big Bend
Nationalpark, erwartet uns jetzt erst einmal der FrĂŒhling!

FĂŒr einen neueren Bericht zum Bosque del Apache und weiteren Zielen in New Mexico
könnt Ihr auf unserer eu-Seite nachschauen: New Mexico

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