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Griechischer Herbst (2010)

© CPL 1. November 2010

Unsere erste Urlaubsfahrt nach der großen Langzeitreise in Nordamerika – noch in den USA geplant
und die Fährpassage von Texas aus online gebucht – soll uns wieder einmal in eins unserer
Lieblingsländer führen, nach Griechenland auf die Halbinsel Peloponnes. Wie oft wir schon in
Griechenland waren, wissen wir eigentlich auf Anhieb selbst nicht so genau. Was mag sich dort wohl
nach der Staatskrise verändert haben? Unser Eindruck: Die Menschen sind freundlich wie eh und je.
Die Lebenshaltungskosten allerdings sind gestiegen, am deutlichsten spürbar bei den extrem hohen
Spritpreisen! Viele große Bauvorhaben werden trotz der Krise fortgeführt, z.B. die Autobahn
zwischen Patras und Korinth. An anderen Stellen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Unsere
alten Stellplätze gehen teilweise immer noch, wenn man auch an vielen Stellen die gestiegene Zahl
der Wohnmobilurlauber deutlich spürt, Verbotstafeln zunehmen.

Endlich ist es soweit. Im Oktober machen wir uns auf den Weg. Um dem Stau auf deutschen Autobahnen
zu Ferienbeginn zu entgehen, fahren wir seit vielen Jahren über Frankreich. Auch diesmal macht es
sich bezahlt. Zügig kommen wir voran. Am Gotthard-Tunnel legen wir eine Schlafpause ein. Wir fühlen
uns in unserem Großen Wagen sofort wieder heimisch.
Im Hafen von Ancona ist mittlerweile alles besser organisiert als früher. Im Terminal, das nun am
Rand des Hafengeländes liegt, kann ohne Warteschlange eingecheckt werden, und erst danach ist der
Hafenbereich zugänglich.



Das Schiff läuft mit deutlicher Verspätung ein, das Verladen nimmt viel Zeit in Anspruch. Die
zahlreichen Wohnmobile werden erst ganz zum Schluss verladen. Auf dem Camperdeck ist es ganz schön
eng, aber was soll’s! Es sind ja nur gut 20 Stunden bis ans Ziel.
Das Schiff kommt mit Verspätung in Patras an, so dass wir wieder einmal in den Küstenwald bei
Kounoupeli fahren, den wir noch bei Tageslicht erreichen können. Unsere alten Stellplätze sind
bereits alle „besetzt“, aber da wir über Allrad verfügen, sind jetzt auch Plätze erreichbar, die
wir früher nicht ansteuern konnten. An einem kleinen Strand verbringen wir zusammen mit Freunden,
die ihre erste größere Tour mit ihrem 1117-Mercedes unternehmen, die erste Nacht.



Weiter geht es in südliche Richtung. Wir genießen das warme Wetter (bis 25 °C, leider ist es recht
diesig), decken uns mit Vorräten für die nächsten Tage ein. Unterwegs Baumwollfelder. In den
folgenden Tagen steigt die Temperatur immer weiter an; es ist aber nach wie vor diesig. Immer wieder
schöne Stellplätze direkt am Meer, so dass es Gelegenheiten zum Schwimmen und Schnorcheln gibt.





Ein heftiges Gewitter in der Nacht vertreibt uns dann von unserem schönen Platz, glücklicherweise
vertreibt es auch das diesige Wetter. Endlich ist es klar. Von Neapoli aus fahren wir auf die
andere Seite der Peloponnes. An unserem alten Stellplatz stehen zwar wie schon vor fünf Jahren die
Betongerüste der geplanten Feriensiedlung, ansonsten ist man aber kein bisschen vorangekommen. Das
Bauvorhaben scheint gestoppt zu sein, so dass die Stelle nahezu unverändert ist. Beim Schnorcheln
lassen sich viele verschiedene (wenn auch kleine) Fische und anderes Meeresgetier in der recht
ruhigen Bucht hervorragend beobachten.





Bevor wir weiterfahren lassen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, wieder einmal am kleinen
Hafen von Monemvassia lecker essen zu gehen. Auf der Fahrt entlang der Ostküste eine Griechische
Landschildkröte und schöne Eichen. Wir verlassen die Küste und fahren ins Bergland bei Kremasti.
Die ehemals recht abenteuerliche Piste ist mittlerweile bis auf zwei Teilstücke durchgehend
asphaltiert, lohnt aber die Fahrt in jedem Fall. Schöne Landschaft, es blüht sehr viel, die
Erdbeerbäumchen tragen leuchtend gelbe und rote Früchte, die Perückensträucher sind schön verfärbt.









Bald ist wieder die Küste erreicht. Sie ist wirklich sehr schön, aber für Wohnmobile eher ungeeignet.
Obwohl wir nun schon so oft hier waren, entdecken wir doch immer wieder Neues. Diesmal ist es der
Pyramidenturm von Hellinikon in der Nähe von Argos, erbaut wahrscheinlich im 4. Jahrhundert vor
Christus. Wir empfinden es als sehr wohltuend, dass wir hier absolut alleine sind und in Ruhe
umherschweifen können.




Eigentlich haben wir vor, am Kondili Beach zu übernachten. Aber dieser ist – anders als bei unseren
früheren Besuchen – recht gut von zahlreichen Wohnmobilen belegt. Es geht weiter zum kleinen
Kloster Avgou (eher eine Klosterruine) in landschaftlich schöner Umgebung am Rande einer Schlucht
gelegen. Die Strecke ist viel schlechter als wir sie in Erinnerung haben: 7 km holprige Piste. Im Bereich des Klosters faszinieren besonders die schöne Aussicht sowie die blühenden Meerzwiebeln.
Natürlich schauen wir uns auch das Kloster wieder an. Diesmal wage ich mich sogar auf einer
abenteuerlich anmutenden Treppe bis ganz nach oben hinauf und entdecke ein richtiges Kleinod – eine
Kapelle in uralten Gewölben. Einfach sehenswert!






Nachts fängt es dann heftig an zu regnen. Dieser Regen dauert 24 Stunden an. Die Wege sind schlammig
und sehr weich. Bei dieser Wetterlage fahren wir erst gar nicht los, auf eine 7 km lange
Schlammschlacht haben wir keine Lust. So sitzen wir den Regen aus. Am nächsten Tag ist das Wetter
wieder deutlich besser, trotzdem beginnen wir die eigentlich geplante Fahrt in die Aderes-Berge nicht.
Dort dürften die Lehmpisten noch ganz schön schlammig sein. Alternativ fahren wir wieder ans Meer.
Auf der Strecke nach Methana sehen wir zum ersten Mal bewusst Okras; wir haben nicht gewusst, dass
dieses Gemüse so schön blüht. Die nächsten Tage verbringen wir bei Methana. Das Wetter ist wieder
richtig gut, so dass Schwimmen und Schnorcheln angesagt sind. Außerdem werden kleinere Arbeiten am
Großen Wagen erledigt.





Unser Kurzurlaub neigt sich leider dem Ende entgegen. Den letzten Abend in Griechenland verbringen
wir wieder mit unseren Freunden in einer schönen Bucht. In Patras geht das Verladen deutlich langsamer
als in Italien voran, da alle LKW und Wohnmobile durchsucht werden, ob sich nicht eventuell blinde
Passagiere in oder unter den Fahrzeugen befinden. So geht es wieder erst mit Verspätung los. Wir
haben einen hervorragenden Platz direkt an einer der großen Öffnungen. Das Meer ist spiegelglatt,
die Schifffahrt ruhig und angenehm. Entgegen unseren Befürchtungen verläuft auch das Entladen des
Schiffes in Ancona sehr flott, so dass wir uns schon bald auf der Autobahn befinden.





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