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Zu Ostern nach Südfrankreich

© CPL 15. Mai 2011

Unsere geplante Tunesienfahrt sagen wir aufgrund der politischen Verhältnisse in der Region ab.
Wohin soll es nun gehen?
Unser Entschluss ist schnell gefällt – wir fahren mal wieder nach Südfrankreich.
Da die Osterferien dieses Jahr sehr spät liegen, hoffen wir auf eine schöne Zeit bei relativ
gutem Wetter und auf eine schöne Frühjahrsblüte.
Freitag nachmittag starten wir. Unsere Route führt uns zunächst in Richtung Lüttich, von hier aus in
Richtung Metz/Nancy. Gelegenheit, in Luxemburg deutlich preiswerter zu tanken!! Da wir nicht gerne auf
Autobahnrastplätzen übernachten, verlassen wir diese in der Gegend von Verdun und verbringen die erste (sehr ruhige)
Nacht auf einem Wanderparkplatz in der Nähe von St. Mihiel. Am nächsten Morgen starten wir zeitig, vermeiden auf
unserer Fahrt da, wo es geht, die (für unsere Fahrzeuggröße) völlig überteuerten französischen Autobahnen und erreichen
am späten Nachmittag die Causse Noir bei Millau.
Auf der Anfahrt fasziniert natürlich der Anblick der gewaltigen Brücke über den Tarn.



Die Causse Noir gehört zu den Grands Causses im Zentralmassiv – bei den Causses handelt es sich um Kalkhochflächen,
die durch gewaltige Schluchten und Täler voneinander getrennt sind.
Die Causse Noir ist eine der kleineren Hochflächen; sie hat ihren Namen wegen der starken Bewaldung mit Pinien.
Schöne Stellplätze sind kein Problem, und so verbringen wir die beiden ersten Nächte hier.




Einen Tag nach uns treffen unsere Freunde ein – Gelegenheit zu einem ausgiebigen Grillabend.
Am nächsten Morgen erhalten wir dann Besuch von (verwilderten) Eseln.




Nicht weit von unserem Stellplatz entfernt liegt das sogenannte Chaos von Montpellier-le-Vieux,
ein mehr als 100 ha großes Gebiet mit schönen Felsformationen, die durch Erosion entstanden sind.
Zahlreiche Wanderwege erschließen die schönsten dieser Formationen, so z.B. das Tor von Mykene,
den Triumphbogen, den Bärenkopf, das Dromedar und viele, viele mehr. Das Gebiet der Causse Noir liegt recht hoch,
so dass noch nicht viel blüht. Aber auch ohne Frühlingsblüte ist das Chaos ein absolut sehenswertes Muss.





Weiter geht es in südliche Richtung. In der Nähe des Cirque de Mourèze übernachten wir in schöner Macchia
– die Besichtigung des Cirque sparen wir uns für den Rückweg auf. Jetzt wollen wir erst einmal an die Küste.
Am Etang des Bages haben wir auch schon früher schöne Tage verbracht, und so sind wir erleichtert, dass unser
„alter“ Platz immer noch zugänglich ist. Es blüht sehr viel, u.a. finden wir riesige Exemplare des Purpur-Knabenkrauts
– schön ist es hier. Immer wieder sehen wir in der Folgezeit zahlreiche blühende Pflanzen, auch viele Orchideen.






Für die Botaniker unter euch gibt es zwei Diashows: Eine allgemein über die Frühjahrsblüte,
Zum Starten bitte anklicken!

zum starten anklicken

Eine weitere Diashow zu Orchideen. Auch hier zum Starten bitte anklicken!

zum starten anklicken

Nächste Region sind die Corbières – ein landschaftlich reizvolles Weinbaugebiet mit idyllischen kleinen Ortschaften.
Touristenmagnet in diesem Bergland sind natürlich die zahlreichen Ruinen der Burgen der Katharer, wie das Chateau Aguilar.
Dieses ist für uns mittlerweile nicht mehr mit dem Fahrzeug erreichbar – die Anfahrt ist für Fahrzeuge über 3,5 t gesperrt.
Schade! In der Nähe des (stark besuchten) Chateau Queribus finden wir sogar einen schönen freien Stellplatz.
Da das Wetter am kommenden Tag nicht so gut ist, verzichten wir auf eine Besichtigung der Ruine.
Gleiches gilt für das Chateau Peyrepertuse, das wir allerdings in früheren Jahren schon besichtigt haben.









Ein weiteres Highlight finden wir in der Nähe des Städtchens Ille-sur-Tete – Sandsteinfelsen, die aufgrund ihrer Form,
die an Orgelpfeifen erinnert „Les Orgues“ genannt werden. Nur ein relativ kleines Areal ist zugänglich – trotzdem
finden wir, dass es einen Besuch lohnt!





Es geht zurück in die Corbières. Das römische Aquädukt von Ansignan ist noch völlig intakt;
es wird auch heute noch zur Bewässerung der Felder genutzt.




Schöne Stellplätze sind auf der gesamten Tour überhaupt kein Problem. Oftmals ist es windig,
aber da bietet unser Son of Hibachi beim Grillen sogar „Windschutzmöglichkeit“.




Wenn man schon in der Gegend ist, darf man einen Besuch im Museum von Tautavel auf keinen Fall auslassen.
Tautavel liegt an den südlichen Ausläufern des Corbières-Berglands. Bekannt geworden ist der Ort durch die Funde
von Skelettteilen des Tautavel-Menschen in der Höhle von Arago. Im Museum findet man neben einer Nachbildung dieser
Höhle zahlreiche Dioramen zum Leben des Tautavel-Menschen, Kopien der Skelettfunde, Tierskelette.






Im Ort entdecken wir eine mobile Wein-Abfüllanlage – so etwas haben wir auch noch nicht gesehen.



In der Nähe von Belesta treffen wir unsere Freunde wieder. Hier ereilt uns der erste (und einzige) richtige Regentag.
Wir lassen uns aber die gute Laune nicht verderben, sondern spannen eine Plane zwischen den Trucks
und verlagern unseren Grillabend dorthin.



Am nächsten Tag hat sich das Wetter wieder beruhigt, so dass die Fahrt durch die schöne Landschaft sich wieder lohnt.
Immer wieder Massenvorkommen von Orchideen und blumenübersäte Wiesen. Schön auch die Fahrt durch die engen Alleen –
nur gut, dass relativ wenig Verkehr herrscht, da wir mit unserem Großen Wagen nahezu die gesamte Straßenbreite benötigen.
Der Ort Minèrve ist zwar längst kein Geheimtipp mehr, wird deshalb von vielen Touristen angefahren,
lohnt aber auf jeden Fall einen Besuch. Zum einen ist ein Bummel durch die Gässchen des kleinen Ortes zu empfehlen,
sehenswert sind aber auch die Höhlen, die der Fluss Cesse in die Felsen gegraben hat. Leider führt die Cesse zu viel Wasser,
so dass es nicht möglich ist, durch diese „Ponts naturel“ hindurchzugehen.









Einer der schönsten Dolmen Frankreichs, der Dolmen des Fades, findet sich nicht in Reiseführern, wird so gut
wie überhaupt nicht besucht. Es gibt kein Kassenhäuschen, man kann ohne irgendwelche Abzäunungen heran.
Lediglich ein Schild weist auf einen respektvollen Umgang mit der mehr als 5.000 Jahre alten,
gut 26 m langen, offenen Begräbniskammer hin.




Allmählich orientieren wir uns wieder etwas in nördliche Richtung. Wir verbringen einige Tage in dem waldreichen
Espinouse-Gebirge sowie im Orb-Tal. Hoch gelegene Feuertürme sind eine gute Stellplatzadresse – wenn man denn die Zufahrt findet!










Die Gorge d’Heric am Südrand des Espinouse-Gebirges wird von vielen Touristen besucht. Gottseidank fährt der kleine Zug,
mit dem früher die Menschenscharen in die Schlucht hineingebracht wurden, nicht mehr, so dass ein Besuch nur noch
per pedes möglich ist. Wenn man am frühen Morgen startet, ist man nahezu alleine. Erst auf dem Rückweg „strömen“ uns die Wanderer entgegen.






Noch einmal ein Stop in der Nähe des Cirque de Mourèze. Die Macchia hat sich in der kurzen Zeit verändert,
der Affodill ist nahezu verblüht, dafür finden wir aber die ersten Anacamptis-Orchideen (Pyramidenorchis).




Am nächsten Tag machen wir uns früh auf den Weg, um im Cirque de Mourèze zu wandern.
Und so sind wir auch hier alleine unterwegs. Der Talkessel ist ein Chaos aus verwitterten Kalksteinfelsen
in den unterschiedlichsten Formen – verschiedene Wanderwege ermöglichen die Erkundung des Gebietes.






Ein weiteres Highlight am Rande der Grande Causses ist der Cirque des Navacelle. Dieser ist ein gutes Beispiel dafür,
wie sehr Wasser eine Landschaft verändern kann. In einer großen Schleife hat sich der Fluss seinen Weg gesucht,
dabei ein tiefes Tal gegraben. Später verließ der Fluss diesen Weg und suchte sich einen direkten Durchbruch.
Zurück blieb der imposante Talkessel. Das gesamte Gebiet steht unter Naturschutz, Übernachten ist verboten.
Aber außerhalb des Naturschutzgebietes lassen sich gute Übernachtungsplätze finden.






Durch den sehenswerten Canyon de la Dourbie fahren wir noch einmal auf die Causse Noir hinauf, um dort die letzte
Nacht vor der Heimreise zu verbringen. Es gibt zahlreiche schöne Ortschaften.
Besonders idyllisch liegt der kleine Ort Cantobre.
Gut gefällt uns aber auch Nant mit seiner schönen Markthalle und einer alten Kirche.
Im Canyon entdecken wir sogar ein seltenes Insekt: einen Schmetterlingshaft.










Die Rückreise teilen wir in stressfreie Etappen auf.
Und wieder verlassen wir in der Nähe von Verdun die Autobahn, um ruhig und ungestört auf einem schönen
Waldparkplatz in der Nähe von St. Mihiel zu übernachten. Eine schöne Gegend, die wir sicherlich bald wieder besuchen werden.



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