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Island 2011


Hochland Teil 4:


Pisten nördlich des Myrdalsjökull


© CPL 24. September 2011



Das Gebiet nördlich des Myrdalsjökulls liegt in der vulkanisch aktivsten Zone Islands. Einige der bekanntesten
vulkanischen Erscheinungen des Landes liegen hier, z.B. der Vulkan Hekla, die Feuerspalte Eldgjá, die Kraterreihe der
Laki, das Thermalgebiet von Landmannalaugar. Unter dem Myrdalsjökull selbst liegt der Vulkan Katla sowie in
unmittelbarer Nähe der Eyjafjallajökull, der 2010 bei seinem Ausbruch den Flugverkehr erheblich beeinträchtigt hat.

Mehrere Hochlandpisten führen in dieses Gebiet. Wir beginnen von Norden über die F208 und schauen uns zuerst
Landmannalaugar an. Das gesamte Gebiet steht unter Naturschutz, so dass man auch hier wieder nicht frei übernachten
darf. Wir übernachten außerhalb des Gebiets und starten wie üblich frühmorgens. In Landmannalaugar sehen wir dann, dass
dies eine gute Entscheidung war, denn der Campground ist ganz schön voll, eigentlich schon eher überfüllt.





Wir sind aber noch so früh, dass wir auf unserer Wanderung kaum jemand begegnen. Durch die Schlucht Graenagil
laufen wir zum Berg Brennisteinsalda. Große Teile der Lava bestehen aus schwarzem Obsidian.









Neben den thermalen Erscheinungen bestimmen bunte Rhyolithberge die Landschaft. Sehenswert auch die Vulkankrater
Hnausapollur und Ljótipollur, zu denen man auf kurzen Stichstraßen hinauffahren kann.









Beim Frostadavatn verlassen wir über die F225, auch Landmannaleid oder Fjallabaksvegur nyrdri genannt, das
Naturschutzgebiet in westlicher Richtung. Die Landschaft wird beherrscht von dem Vulkan Hekla,
der zuletzt 1991 und 2000 aktiv war. Gegenüber liegt die Vulkanspalte der Valagjá.
Alternativ zur F225 kann man hier auf einer teils recht sandigen Piste die Schlucht umrunden.
Zu guter Letzt machen wir noch einen Abstecher zum schönen Wasserfall Hjalparfoss.







Eine der wichtigsten Pisten durch das Gebiet ist die F210, der sogenannte Fjallabaksvegur sydri.
Er diente ursprünglich und dient auch heute noch dazu, eine Umgehung für den Fall eines Gletscherlaufs
im Süden des Myrdallsjökull zu ermöglichen. Allerdings ist die Strecke etwas anspruchsvoller als manch
andere Hochlandpiste. Sie führt zum größten Teil durch ausgedehnte Lava- und Sanderflächen.







Mehrere Flüsse, die bei entsprechendem Wasserstand zum Problem werden können, sind zu queren,
wie z.B. die Markarfljót.





Auch die großen Sanderflächen, wie z.B. der Maelifellssandur am Nordrand des Myrdalsjökull können Probleme bereiten.
Wir sehen bereits von weitem, wie sich hier ein Sand-/Aschesturm entwickelt.
Die Sicht wird immer schlechter und geht schließlich gegen Null, wovon wir natürlich keine Bilder vorzuweisen haben.
Wir jedenfalls sind froh, dass wir uns von einem gelben Markierungspfosten zum nächsten Markierungspfosten
in Schrittgeschwindigkeit vortasten können und übernachten an einem schönen Wasserfall.









Am nächsten Morgen ist der Spuk vorbei. Um wenigstens etwas von der schönen Landschaft mit dem Myrdalsjökull
im Hintergrund zu sehen, fahren wir durch Sandverwehungen noch einmal ein Stück zurück zum Maelifell.







Wir verlassen die F210 über die F233. Nach dem Überqueren der Sydri Ofaeri trifft diese Piste wieder auf die F208,
auf der wir schon nach Landmannalaugar gefahren sind. Es ist nicht mehr weit bis zur Vulkanspalte Eldgjá, die bei einem
gewaltigen Ausbruch vermutlich im Jahre 934 entstanden ist. In der Schlucht gibt es den schönen Ofaerufoss,
dem allerdings seit 1993 die Naturbrücke über den Wasserfall fehlt.







Wir fahren die F208 weiter bis wir fast wieder Landmannalaugar erreichen. Es sind immer noch viele Flüsse zu
durchfahren, allerdings sind diese im Gegensatz zu unseren früheren Besuchen deutlich entschärft.
Am Kirkjufjellvatn kehren wir schließlich um.







Unterwegs nagelneue Pfosten und Schilder, die auf eine Erweiterung des Nationalparks hindeuten.
Auch der See Langisjór und die gesamte Anfahrt über die F235 durch eine beeindruckende Landschaft am Rande
des Vatnajökulls liegen also inzwischen im Nationalpark.







Zurück im Süden an der Ringstraße biegen wir kurze Zeit später auf die F206 zu den Laki-Kratern ab. Auf der Anfahrt
lohnt ein Stopp beim Wasserfall Fagrifoss.
Der Ausbruch der Laki war die größte Naturkatastrophe seit der Besiedlung Islands und auch der größte
dokumentierte Vulkanausbruch auf der Erde in geschichtlicher Zeit.
Mehr als 100 Krater produzierten gewaltige Lavamengen.







Leider ist das Wetter nicht sehr gut. Wir verzichten deshalb auf eine Besteigung des Lakigipfels, fügen aber
zwei Bilder aus dem Jahr 2008 bei, weil der Blick vom Gipfel auf die mehr als 25 km lange Eruptionsspalte
mit ihren vielen Kratern sehr eindrucksvoll ist.



Mehr Bilder zu den Pisten nördlich des Myrdalsjökull in einer Diashow.
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