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Island 2011


Hochland Teil 2:


Sprengisandur - Askja - Herdubreid


© CPL 17. September 2011



Neben dem Kjalvegur ist der Sprengisandur die zweite Nord-Süd-Verbindung durch das zentrale Hochland.
Trotz vieler Verbesserungen ist der Sprengisandur immer noch eigentlich nur für 4x4-Fahrzeuge zu empfehlen.
Es sind mehrere Flüsse zu durchfahren, auch liegt die Piste teilweise so hoch, dass sie oftmals erst spät
im Jahr freigegeben wird und auch früh wegen Schnee nicht mehr befahrbar ist. Dies gilt auch für die Pisten
zur Askja. Aktuell (Mitte September 2011) ist beispielsweise die Piste zur Askja bereits komplett geschlossen,
der Sprengisandur im nördlichen Teil nur noch mit großen Superjeeps befahrbar.

Bevor man also ins Hochland aufbricht, sollte man sich immer hier informieren:
Safetravel Straßen- und Wetterbedingungen

Vegagerdin

40 km vom Einstieg in den Sprengisandur entfernt liegt Akureyri, die zweitgrößte Stadt Islands.
Hier kann man noch einmal Vorräte und den Treibstoff für eine längere Tour ins Hochland ergänzen.



Im nördlichen Teil des Sprengisandurs schauen wir uns zunächst den Aldeyarfoss an.
Der schöne Hrafnarbjargarfoss ist auf den meisten Karten nicht verzeichnet.





Dahinter beginnt die eigentliche Hochlandpiste.
Bei gutem Wetter ist die Aussicht in der klaren Luft beeindruckend.



Die Wasserdurchfahrten sind in diesem Sommer absolut problemlos, da sie aufgrund der kühlen Witterung
– wenig Schmelzwasser vom Gletscher – und der geringen Regenmengen nur wenig Wasser führen.



Auf den Kiesbänken bildet im Sommer das Arktische Weidenröschen regelrechte Blütenteppiche.
Überhaupt sind wir immer wieder überrascht, wie viele Blütenpflanzen in dieser kargen Umgebung existieren
– beispielsweise Pechnelken und Leimkraut sowie viele andere, die ihr euch in der Diashow anschauen könnt.





Zwischen den großen Gletschern Hofsjökull und Vatnajökull hindurch führt der Sprengisandur weiter nach Süden.





Östlich des Sprengisandur und nördlich des Vatnajökull liegen Askja und Herdubreid. Es gibt eine Querverbindung
vom Sprengisandur zur Askja, die F910 (Dyngjufjallaleid) sowie den Gaesavötnsleid. Diese fahren wir diesmal nicht
(schließlich wollen wir nicht nur fahren, sondern wandern, genießen … - beim nächsten Mal!),
sondern wählen die Zufahrt von Norden über die F88, die beim Ringkrater Hrossaborg, in den man hineinfahren kann,
beginnt. Die Piste ist zunächst in gutem Zustand, wird dann aber in der Nähe des Herdubreid durch Lavafelder
und Flussdurchfahrten etwas schwieriger.







Zwischen Herdubreid und Askja erstreckt sich eine riesige Bimswüste. Ein Abzweig führt an die westliche Seite
des Tafelvulkans Herdubreid. Unterwegs eine Begegnung der besonderen Art!





Höhepunkt dieser Tour ins Hochland ist das Vulkanmassiv der Askja. Eine etwa 10 km lange Piste führt durch
ausgedehnte Lavafelder hinauf. Das letzte Stück zum Öskjuvatn wandern wir. Da wir wieder mal frühmorgens aufgebrochen
sind, sind wir bei schönem Wetter absolut alleine unterwegs. Vor dem Öskjuvatn liegt der kleine mit warmem Wasser
gefüllte Krater Viti, der bei dem Vulkanausbruch im März 1875 entstanden ist.







Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel (Kverkfjöll und Snaefell) folgen wir der F910 in östlicher Richtung.
Zunächst geht es weiter durch die Bimswüste mit Blick auf Herdubreid. Auch die Kverkfjöll sieht man bereits in der Ferne.
Wir übernachten an der Brücke über die Jökulsá. Bis spät abends sitzen wir mit unseren Freunden zusammen,
die mit ihrem Truck ebenfalls in Island unterwegs sind.





Nachtrag: Nachts um halb zwölf kommen zwei Ranger (?) vorbei und weisen uns darauf hin, dass Übernachten
hier verboten ist. Das Übernachten in Nationalparks und bestimmten Naturschutzgebieten ist in Island außerhalb von
Campingplätzen untersagt. Dumm nur, dass die Grenzen dieser Gebiete nicht immer klar ersichtlich sind und auch auf den
Karten vielfach nicht einheitlich angegeben werden. Außerdem werden sie ständig ausgeweitet. So konnten Freunde an einer
Stelle noch ganz legal übernachten.
Als wir zwei Wochen später dorthin kommen, erwarten uns große, neu aufgestellte Nationalparkschilder.

Für Naturschutz haben wir natürlich Verständnis, halten ihn für absolut wichtig und sind auch immer bereit,
solche Verbote zu akzeptieren, verstehen dann aber nicht, wie auf der anderen Seite in solchen Naturschutzgebieten
Autorallyes durchgeführt werden können, so auf der Reykjanes und im Gebiet von Landmannalaugar selbst erlebt.

Außerdem nervt es schon, dass wir ständig von Rangern angesprochen und darauf hingewiesen werden, dass Offroad-Fahren
verboten ist – wir halten uns strikt an diese Regel! Sie sollten lieber ihre eigenen Landsleute ansprechen,
die ständig dagegen verstoßen, wie wir selbst wiederholt gesehen haben.

Am nächsten Morgen überqueren wir die Jökulsá und machen uns auf zu den Kverkfjöll.
Wie es weitergeht könnt ihr im nächsten Bericht lesen!



Mehr Bilder zu Sprengisandur, Askja und Herdubreid in einer Diashow.
Zum Starten bitte anklicken!

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