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(Kein) Karneval in den Argonnen

Ein Kurztrip nach Frankreich

© CPL 20. März 2011

Mit Karneval haben wir absolut nichts im Sinn. Die Wettervorhersage ist gut – und so beschließen wir,
zu flüchten. Gut und schnell erreichbar sind die Argonnen in Frankreich. Hier und in der Umgebung
waren wir schon etliche Male. Die Argonnen selbst sind ein kleines Gebiet, das gerade einmal 12 km
breit ist. Aber die Landschaft ist schön, die Gegend ist geschichtlich sehr interessant, gut einkaufen
kann man in Frankreich sowieso, auf der Strecke kann man in Luxemburg deutlich preiswerter tanken –
was will man also mehr! Die erste Nacht verbringen wir ruhig auf einem Wanderparkplatz in einem kleinen Waldstück.
Hier treffen am späten Abend auch unsere Freunde ein, die erst später losgekommen sind.
Gemeinsam werden wir in den nächsten Tagen die Gegend erkunden.



Bevor wir in den eigentlichen Argonner Wald fahren, starten wir am nächsten Tag zunächst zu einer
Rundtour über die Schlachtfelder von Verdun. Am Tranchée des Baionnettes (Bajonettgraben), das man
durch ein imposantes Tor betritt, befindet sich ein Massengrab – hier wurden im Jahr 1916
französische Soldaten bei einem Angriff lebendig verschüttet.






Im Beinhaus von Douaumont (Ossuaire de Douaumont) befinden sich die sterblichen Überreste von
130.000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten.
Vor dem Beinhaus liegt ein französischer Soldatenfriedhof.




Nicht weit entfernt das Fort de Douaumont. Dieses war sehr stark befestigt, ein Rundgang im Fort
lässt die Lebensbedingungen hier erahnen.





Wir spazieren durch das Gelände zerstörter Dörfer, bevor wir uns auf den Weg in die eigentlichen
Argonnen machen. Auf der Haute-Chevauchée das Argonnen Denkmal sowie entlang der Straße („restaurierte“)
Unterstände, immer wieder Lauf- und Schützengräben. Hier treffen wir am La Forestière-Soldatenfriedhof auf
eine französische Oldtimer-Truppe – wir bewundern die alten Fahrzeuge, die Inhaber umgekehrt unsere Trucks.
Bei herrlichem Wetter können wir unseren Fisch sogar wieder draußen braten.











Ausflüge führen uns von hier zu weiteren bedeutenden Orten.
Unterhalb des Argonner Waldes lohnt die alte Zisterzienserabtei Lachalade aus dem 14. Jahrhundert unbedingt
einen Besuch. Die Anhöhe Butte de Vauquois war im Ersten Weltkrieg besonders hart umkämpft. Soldaten beider
Seiten legten kilometerlange Stollen/Tunnel an, um so unter die Stellungen des Gegners zu gelangen und diese
mit Sprengstoff in die Luft zu jagen. Die zerstörte Gegend ist heute als Kulturdenkmal geschützt.








Auf dem linken Maas-Ufer die Höhe 304 mit einem Denkmal und einzelnen alten Gräbern.



Die Fahrt zu den Denkmälern auf der Höhe Le Mort-Homme ist für unsere großen Fahrzeuge eigentlich nicht
zugelassen, aber jetzt außerhalb jeder Saison ist außer uns niemand unterwegs, so dass wir es riskieren.




Die Butte de Montfaucon ist im weiten Umkreis die höchste Erhebung. Unterhalb des amerikanischen
Denkmals mit einer Art Freiheitsstatue die Ruinen des zerstörten Dorfes. Nicht weit entfernt der
amerikanische Soldatenfriedhof von Romagne-sous-Montfaucon, wo mehr als 14.000 amerikanische Soldaten
begraben sind.









Zurück zur Haute Chevauchée. Auch hier wurden wie an der Butte de Vauquois lange Tunnel gegraben zum
Zweck der Zerstörung gegnerischer Stellungen mit Sprengstoff.
Der Kaisertunnel war ein Verbindungstunnel zwischen dem Hinterland und dem Frontabschnitt.
Der Hauptgang ist 350 m lang. Heute kann der Tunnel an einem Tag im Monat besichtigt werden.
Man sieht zahlreiche Anlagen, z.B. ein Lazarett mit OP-Raum.






Im Tunnel haben wir die Möglichkeit, mehrere Fledermäuse, die hier überwintern,
ganz aus der Nähe zu bestaunen.




Wir haben hervorragendes Wetter, so dass wir sogar draußen in der Sonne sitzen können.



Bei diesem Kurztripp haben wir relativ viel „Besichtigungsprogramm“ absolviert.
Die Natur befand sich ja mehr oder weniger noch im Winterschlaf. Beim nächsten Mal werden wir uns wieder
mehr der schönen Landschaft und den dann hoffentlich blühenden Pflanzen (u.a. viele Orchideen) widmen.

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